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International Drei Tote bei Zugsunglück in Belgien

Bei einem Zugsunglück nahe der belgischen Stadt Lüttich sind am Sonntagabend drei Menschen ums Leben gekommen. Nach Behördenangaben wurden neun weitere Personen verletzt ins Spital gebracht. Einige von ihnen schweben in Lebensgefahr. Die Ermittlungen laufen.

Legende: Video Zugszussammenstoss in Belgien abspielen. Laufzeit 00:14 Minuten.
Aus News-Clip vom 06.06.2016.

Bei der Ortschaft Hermalle-sous-Huy in Belgien sind am späten Sonntagabend auf einem Gleis ein Passagierzug und ein Güterzug zusammengestossen. Dabei kamen drei Menschen ums Leben.

Zwei beschädigte Zugswagen in Schieflage, davor Rettungskräfte in roten und gelben Leuchjacken
Legende: Die beiden ersten Wagen des Personenzuges entgleisten nach dem Zusammenstoss. Keystone

Viele Studenten im Zug

Laut der Bahngesellschaft SNCB sassen rund 40 Personen in den sechs Waggons des Passagierzugs, vor allem Studenten auf dem Weg nach Lüttich. Die beiden vordersten Wagen wurden stark beschädigt und entgleisten. Mehrere eingeschlossene Menschen mussten aus den beschädigten Wagen geborgen werden.

Mit hohem Tempo kollidiert

Neun Zugpassagiere wurden mit unterschiedlich schweren Verletzungen ins Spital gebracht. Einige von ihnen seien in Lebensgefahr. Weitere 27 Menschen mussten kurz behandelt werden.

Die Unglücksursache ist noch unklar. Der Passagierzug habe den Güterzug mit einer Geschwindigkeit von rund 90 Kilometern pro Stunde gerammt, meldete die belgische Nachrichtenagentur Belga.

Signalstörung nach Blitzschlag?

Der Bürgermeister der Ortschaft Saint-Georges-sur-Meuse, sprach von einer «sehr heftigen» Kollision. Angesichts des Zustandes des Zuges hätte es auch deutlich mehr Opfer geben können, sagte er.

Der Einsatz der Rettungskräfte sei abgeschlossen, sagte eine Sprecherin der Bahngesellschaft SNCB am Morgen. Nun seien die Ermittler an der Arbeit. Der Grund für den Zusammenstoss ist noch nicht bekannt.

Laut Medienberichten sagte ein Sprecher des Schienennetzbetreibers Infrabeldass, auf der Strecke habe vor dem Unglück ein Blitz eingeschlagen. Und auf der Twitter-Seite von SNCB gab es am Abend einen Hinweis auf eine Signalstörung. Ob und inwiefern ein Zusammenhang mit der späteren Kollision besteht, ist aber nicht klar.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Alfons Wilbert (AlfWilbert)
    Eine Ursache, die in Belgischen Medien öffentlich besprochen wird, wurde vom SRF Artikel nicht erwähnt: Es wird die Möglichkeit der Sabotage durch die bis letzten Freitag noch streikenden Bahnarbeiter der Französisch sprechenden Gemeinschaft nicht ausgeschlossen. Besonders, da dies wären der Streikaktionen mehrfach vorgekommen sein sollte. Der Pressesprecher von Infrabel wollte darauf aber noch nicht eingehen. Aber nun erst einmal abwarten…….
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