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International Dreifachsieg für Sanders

Wird es jetzt wieder spannend? Bei US-Vorwahlen der Demokraten in Hawaii, Alaska und Washington hat Senator Bernie Sanders gleich dreifach gegen seine Mitbewerberin Hillary Clinton triumphieren können. In Washington fiel der Sieg sogar haushoch aus.

Legende:
Ergebnisse der US-Vorwahlen (Stand 27. März 2016) Bei den Republikanern (Rot) werden 1237 Delegiertenstimmen benötigt, um als Kandidat nominiert zu werden. Bei den Demokraten (Blau) sind es 2383. washingtonpost.com

Bei den Vorwahlen der US-Demokraten für die Präsidentschaftskandidatur hat sich Senator Bernie Sanders in allen drei Abstimmungen gegen Hillary Clinton durchgesetzt. Er gewann in den Bundesstaaten Washington, Alaska und Hawaii mit jeweils deutlichem Vorsprung.

«Lasst euch nicht erzählen, dass wir die Nominierung oder die Wahl nicht gewinnen können», erklärte der Senator vor jubelnden Anhängern im Bundesstaat Wisconsin. «Wir werden beides tun.» Die ehemalige US-Aussenministerin Clinton liegt allerdings nach Delegiertenstimmen weiter deutlich in Führung.

Für Clinton ist das Rennen entschieden

Am Samstag standen im grössten der drei Bundesstaaten Washington mit 101 Stimmen vergleichsweise wenige auf dem Spiel. In Alaska, ein Staat mit 740'000 Einwohnern waren es gerade 16. Zudem werden bei den Demokraten die Delegiertenstimmen proportional verteilt.

Damit erhält auch der Verlierer noch einige Stimmen. Rechnerisch müsste Sanders nun etwa zwei Drittel aller verbliebenen Stimmen gewinnen.

Legende: Video Sanders holt auf – kein Grund zur Sorge für Clinton abspielen. Laufzeit 00:37 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 27.03.2016.

«Die Führung von Hillary Clinton ist zu gross», sagte der demokratische Stratege Jim Manley, der die Ex-Ministerin unterstützt. «Bis auf das Geschrei ist alles vorbei.»
Clinton hat sich zuletzt im Wahlkampf als faktische Präsidentschaftskandidatin der Demokraten präsentiert.

Sie richtet ihre Angriffe entsprechend immer mehr auf den führenden republikanischen Bewerber, dem Milliardär Donald Trump, aus.
Durch die Vorwahlen bestimmen die beiden grossen US-Parteien ihre Kandidaten für die Präsidentenwahl Anfang November. Amtsinhaber Barack Obama, ein Demokrat, darf nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten.

Bei den Republikanern, die am Samstag keine Vorwahlen abhielten, führt Multimilliardär Donald Trump das Bewerberfeld an.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Singer (P.S.)
    Clinton würde Ibamas Kurs weiterführen und seine Reformen belassen. Bernie würde das Land nach links bewegen. Cruz ist ein extrem konservativer religiöser Fundamentalist. Und was Trump machen würde, wissen wir nicht. Abgesehen von der Mauer hat er praktisch kein politisches Programm und er ändert seine Aussagen ständig.
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  • Kommentar von Torsten Evers (Peter Huber)
    "Ein Demokrat darf nach nicht erneut antreten." Ein Republikaner schon? Oder meinen Sie, dass die Republikaner etwa auch Demokraten sind? Im Sinne einer Demokratie vielleicht.
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  • Kommentar von Jean-Phillippe Ducrey (Jean-Phillippe Ducrey)
    Die Stimmen für Sanders zeigen nur, dass man genug vom Politestablishment hat und Clinton nicht wirklich eine gewünschte Präsidentin ist. Sanders selbst ist ein Phantast, der zwar nette Ideen hat, welche jedoch unrealistisch sind. Zumal weder Clinton noch Sanders aufgrund der vorherrschenden Mehrheiten im Senat und im Repräsentantenhaus wirklich viel bewirken können. Ich bin für eine starkes Zweierticket Trump / Kasich. Das hat Pfeffer und kann das Land wirklich vorwärts bringen.
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    1. Antwort von Nicolas Ferndriger (N.F)
      So viel Pfeffer wie die gescheiterten Trump-Stakes und wie seine Abzocke mit Trump University. Machen sie sich keine Sorgen über die faschistoiden Tendenzen von Trump? Sanders Voter haben zwar auch genug vom Establishment, sind aber kosmopolitan, jung und "gut informiert", letzteres kann man von Trump Wählern ja nicht behaupten. Deswegen haben diese zwei Wähler Gruppen überhaupt nichts miteinander zu tun, obwohl der Unmut der gleiche ist.
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    2. Antwort von Peter Singer (P.S.)
      Die Parlamentsmehrheiten können sich ja ändern, die Wahlen finden gleichzeitig statt.
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