Dresden gedenkt der Bombardierung von 1945

Knapp drei Monate vor Ende des Zweiten Weltkriegs legten britische und amerikanische Bomber am 13. und 14. Februar 1945 Dresden in Schutt und Asche. Mindestens 25'000 Menschen kamen ums Leben. Nun gedenkt die Bevölkerung der Zerstörung der Stadt.

Die Luftangriffe auf Dresden von 1945

Am 13. Februar 1945 und an den folgenden Tagen bombardierten die britische und die amerikanische Luftwaffe die Stadt Dresden. Die Innenstadt fiel durch einen von Brandbomben ausgelösten Feuersturm in Schutt und Asche. Berühmte Bauten wie Zwinger, Schloss und Frauenkirche brannten völlig aus. Bis zu 25'000 Menschen kamen nach Erkenntnissen einer Historikerkommission ums Leben. Rund 25'000 Häuser und 90'000 Wohnungen wurden vernichtet.

Ausstellung zur Bombardierung Dresdens

1:54 min, aus Tagesschau vom 13.2.2015

Dresden war nicht nur ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und ein Garnisonsstandort, sondern besass auch viele Rüstungsunternehmen.

Zäsur für die Stadt

Nun gedenkt die Bevölkerung der Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg. Bei der Gedenkfeier in der Frauenkirche sagte der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck, der 13. Februar 1945 habe sich tief in das Gedächtnis Dresdens eingebrannt. Er warnte zugleich vor einer politischen Instrumentalisierung der Geschichte.

Gauck bezeichnete die Bombardierung Dresdens als tiefe «Zäsur» für die Stadt. Er erinnerte zugleich daran, dass nicht nur Dresden, sondern auch viele andere Städte «schreckliche Bombardements» erlitten hätten. Deshalb müsse an alle erinnert werden, «die in jener Zeit als Opfer von Gewalt und Krieg ums Leben kamen, nicht nur in Dresden, sondern auch an all den anderen Orten».

Symbol der Versöhnung

Bei der Gedenkfeier brachten Vertreter mehrerer Dresdner Partnerstädte Friedenskerzen zum Altar – als Symbol der Versöhnung. Viele Menschen verfolgten die Veranstaltung auf einer Leinwand vor der Frauenkirche.

Im Anschluss bildeten rund 10'000 Dresdner eine Menschenkette um die Altstadt. Auch Bundespräsident Gauck reihte sich ein. Vielerorts gab es Mahnwachen und Friedensgebete.

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