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International Droht in Mailand ein Mafia-Krieg?

Dass Chefs von Mafia-Clans auch mal von ihresgleichen erschossen werden, kommt vor. Dass dies in Mailand auf offener Strasse passiert, lässt Experten aufhorchen. In der Nacht auf Donnerstag starb der Pate Pasquale Tatone im Kugelhagel einer Gewehrsalve. Im eigenen Viertel.

Blick in das Innere eines Autos. Die Frontscheibe wurde von zwei Projektilen durchschlagen.
Legende: Pasquale Tatone ist der Drogenkönig des Grossraums Mailand gewesen. Auch sein Bruder wurde Ziel eines Angriffs. Keystone / symbolbild

Das Quartier heisst Quarto Oggiaro. Es befindet sich am Rande von Mailand und zählt zum Territorium des Mafia-Paten Pasquale Tatone. Tatone kontrollierte laut den Ermittlern das Drogengeschäft im Grossraum Mailands. Gestern Abend endete seine Karriere abrupt.

Im eigenen Viertel hingerichtet

Vor einem Speiselokal lauerten seine Mörder. Als der Clan-Boss in sein Auto steigen wollte, eröffneten sie aus einem Gewehr das Feuer auf ihn. Tatone starb noch auf der Strasse.

Erst am Sonntag waren Tatones Bruder Emanuele und dessen Mitarbeiter Paolo Simone in ihrem Auto im Quarto Oggiaro erschossen worden.

Die Ermittler befürchten, dass dieser Mord zu blutigen Reaktionen in kriminellen Mailänder Kreisen führen könnte.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Aber Leute da unten in Italien.. lasst doch die Paten sich gegenseitig ausrotten oder wenigstens dezimieren... und wenn das vorueber ist nehmt ihr die Uebriggebliebenen fest wegen bandenmaessigen Mordens und "verlocht" sie lebenslang....
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    1. Antwort von Hans Knecht, Torny
      Das unschöne bei dem Ansatz des "sich gegenseitig Dezimieren lassens" ist, dass die übrig gebliebenen höchst Wahrscheinlich so mächtig sein werden, auf dass sie die Wirtschaft => Politik und somit auch Justiz beherrschen. Ergo kann man sie dann nicht mehr festnehmen. Vielleicht gibt es bis dann ein krankes Gesetz, das Mord als legitimes Mittel der Willens(ego)durchsetzung und die anderen einfach als nicht "fit" genung zum Überleben betrachtet. Wer weis.
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  • Kommentar von juerg stucki, Rotorua NZ
    gut - so weitermachen lassen, bis es keine dieser gangsters mehr gibt!
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