In Kroatien aufgegriffen Dutzende Flüchtlinge in erbärmlichem Zustand in Lastwagen

Der Lastwagen fiel der Polizei in Kroatien auf. Viele der Eingeschlossenen – darunter auch Kinder – waren bewusstlos.

Rettungskräfte in Aktion. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Migranten sollen nach ihrer Genesung wieder nach Serbien abgeschoben werden. AP

Das Wichtigste in Kürze

  • 62 Flüchtlinge waren in einen Kleintransporter mit britischem Kennzeichen gepfercht worden.
  • Die Menschen – aus Pakistan und Afghanistan – wurden am Samstagabend von der Polizei rund 100 Kilometer südöstlich von Zagreb entdeckt.
  • Viele von ihnen waren wegen dem Einatmen von Kohlenmonoxid und Unterkühlung ohne Bewusstsein gewesen.
  • Die beiden Fahrer wurden festgenommen.

Die kroatische Polizei hat am Samstagabend einen völlig überladenen britischen Kleintransporter auf der Autobahn bei der Stadt Novska gestoppt. 67 aus Pakistan und Afghanistan stammenden Menschen sind auf nur zehn Quadratmetern eingepfercht worden.

Dutzende Menschenleben sind gerettet worden, weil die Flüchtlinge durch das Einatmen von Kohlenmonoxid und Unterkühlung bereits ohne Bewusstsein waren. Sie wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Schon 180'000 kamen so nach Westeuropa

Die beiden Fahrer des Schleuserautos flüchteten, wurden nachher aber festgenommen. Es handelt sich um zwei Bulgaren. Die aufgegriffenen Migranten sollen nach ihrer Genesung wieder nach Serbien abgeschoben werden, von wo sie gekommen sind.

Im vergangenen Jahr waren über die Balkanroute von Griechenland über Mazedonien, Serbien, Kroatien und Slowenien über eine Million Menschen nach Österreich und vor allem Deutschland gekommen. Im letzten März war diese Route besonders in Mazedonien mit Zäunen gesperrt worden. Im laufenden Jahr haben es laut Frontex dennoch 180'000 Migranten auf dieser Route nach Westeuropa geschafft.