Dutzende Tote nach Anschlagsserie im Irak

Drei Anschläge und eine Geiselnahme erschüttern Bagdad. Dutzende Menschen sind bei einer Anschlagserie ums Leben gekommen. Die Terroranschläge gehen auf das Konto der Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Eine Terrorwelle des IS fordert rund um die Stadt Bagdad zahlreiche Tote und Dutzende Verletzte.

Uniformierte sichern die Strasse nach der Explosion einer Autobombe. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mehrere Bombenexplosionen rund um die Metropole Bagdad bringen Tod und Verwüstung. Reuters

Bei zwei Explosionen in einem Café nordöstlich von Bagdad sind der irakischen Nachrichtenseite Alsumaria zufolge 23 Menschen getötet worden. Zudem seien 44 Personen verletzt worden, wie die Seite unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtete.

Mindestens sieben Menschen starben nach Angaben aus Polizeikreisen, als sich in einem Vorort der irakischen Hauptstadt ein Selbstmordattentäter mit einem Auto in einer Einkaufsstrasse in die Luft sprengte. Aus Mukdadija rund 80 Kilometer nordöstlich von Bagdad wurden mindestens 20 Todesopfer gemeldet.

Autobomben und Sprengstoffwesten

Ein Selbstmordattentäter habe eine Sprengstoffweste in einem Spielcasino gezündet, verlautete aus Sicherheitskreisen. Als anschliessend Sanitäter und Zivilisten zur Hilfe herbeieilten, sei ein geparktes und mit Sprengstoff bestücktes Auto explodiert.

Dutzende weitere Menschen wurden den Angaben nach bei den Angriffen verletzt. Die Anschläge wurden teils in überwiegend von Schiiten, teils in sunnitischen Gegenden verübt.

Die Spannungen zwischen den beiden Gruppen erschüttern den Irak seit Jahren. Die Gewalt hat noch einmal massiv zugenommen, seit die sunnitische Miliz Islamischer Staat (IS) in einer Blitzoffensive ab Mitte 2014 grosse Landesteile im Norden und Westen sowie im benachbarten Syrien unter ihre Kontrolle gebracht hat.