Dutzende Tote nach Unwettern in Argentinien

Nach den schwersten Regenfällen seit Jahrzehnten herrscht rund um Buenos Aires Ausnahmezustand. Mindestens 54 Menschen kamen ums Leben – viele ertranken oder starben nach Stromschlägen. Entspannung ist für die Unwettergeplagten nicht in Sicht: Die Meteorologen rechnen mit noch mehr Regen.

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Überschwemmungen in Buenos Aires

1:18 min, aus Tagesschau am Mittag vom 4.4.2013

Nach ungewöhnlich heftigen Regenfällen und Überschwemmungen sind in der Region um die argentinische Hauptstadt Buenos Aires mindestens 54 Menschen ums Leben gekommen.

Am schwersten betroffen war die Provinzhauptstadt La Plata, rund 60 Kilometer südlich von Buenos Aires. Nach Angaben der örtlichen Behörden starben allein dort mindestens 46 Menschen. Die meisten ertranken oder kamen durch tödliche Stromschläge um.

Mehrere tausend Menschen in La Plata wurden in Sicherheit gebracht. Viele hatten sich auf Dächer und Bäume geflüchtet und mussten von dort gerettet werden. In einer Erdölraffinerie in der Nähe brach ein Feuer aus.

Viel Wasser, kein Strom

Auch die Hauptstadt selbst stand unter Wasser. In der Nacht zum Mittwoch waren in Buenos Aires innerhalb von knapp zwei Stunden gut 311 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Mindestens acht Menschen starben. Schätzungsweise 350'000 Bewohner waren in Buenos Aires direkt von den Überschwemmungen betroffen. Vielerorts gab es keinen Strom.

Entspannung ist noch nicht in Sicht. Auch für heute Donnerstag sagen die Meteorologen Regen voraus. In der Hauptstadtprovinz werden bis zu 100 Liter pro Quadratmeter erwartet.