Dutzende Tote und hunderte Verletzte nach Anschlag im Irak

Im Süden des Irak sind bei einem Selbstmordanschlag mehr als 40 Menschen getötet worden, fast 160 weitere wurden verletzt.

Mescnhen gehen suchend durch Fahrzeug- und Gebäudetrümmer. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Wucht des Anschlags hinterliess ein Bild der Zerstörung. Reuters

Im Irak sind bei einem schweren Anschlag mindestens 45 Menschen getötet und knapp 160 verletzt worden.Der Attentäter habe sich mit einem Minibus an einem Kontrollposten vor der von mehrheitlich Schiiten bewohnten Stadt Hilla in die Luft gesprengt, sagte ein Polizist.

Ein Polizist hatte den Bus angehalten um ihn zu kontrollieren, als das Fahrzeug explodierte. Mindestens 50 Autos hätten Feuer gefangen, hiess es. Die Rettungskräfte versuchten die Menschen aus den brennenden Fahrzeugen zu befreien. «Ich sah wie Autos in Flammen aufgingen und die Menschen im Inneren verbrannten», sagte ein Augenzeuge.

Von Welle der Gewalt überzogen

Laut einem Vertreter des Provinzrates gibt es Hinweise, dass die Al Kaida für den Anschlag verantwortlich ist. Die Regionalverwaltung habe zudem Hinweise erhalten, dass nach den Kämpfen in der benachbarten Provinz Anbar auch in Hilla mit Anschlägen zu rechnen sei.

Der Irak wird seit Monaten von einer Welle der Gewalt überzogen. Mehrheitlich sind es sunnitische Extremisten, welche gegen die von Schiiten geführte Regierung kämpfen. Viele der Anschläge werden von militanten Gruppen verübt, welche auch beim Bürgerkrieg im benachbarten Syrien kämpfen.