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Angela Eagle.
Legende: Die 55-jährige Ex-Gewerkschafterin warf Corbyn vor, er sei nicht fähig, die Partei zu führen. Reuters
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International Eagle will doch nicht Labour-Chefin werden

Die Labour-Abgeordnete Angela Eagle kritisierte Parteichef Jeremy Corbyn in den Wochen nach dem Brexit-Votum scharf – und machte ihm seinen Posten offiziell streitig. Nun die überraschende Wende: Eagle zieht ihre Kandidatur zurück und unterstützt stattdessen ihren Parteikollegen.

Im Kampf um den Vorsitz der oppsitionellen Labour-Partei in Grossbritannien hat die frühere Gewerkschafterin Angela Eagle überraschend aufgegeben. Sie ziehe ihre Bewerbung zurück und unterstütze nunmehr den Kandidaten Owen Smith, erklärte Eagle in London.

Eagle hatte Labour-Chef Jeremy Corbyn, der seit dem Votum für den EU-Austritt Grossbritanniens innerparteilich in der Kritik steht, den Vorsitz streitig machen wollen. Am vergangenen Mittwoch hatte dann auch Smith seine Kandidatur bekanntgegeben. Smith hatte im Schattenkabinett Corbyns den Posten des Arbeits- und Rentenministers inne, bevor er Ende Juni im Streit um die Haltung Corbyns zum EU-Referendum zurücktrat.

Am linken Parteiflügel

Seine Kritiker werfen Corbyn vor, vor dem Brexit-Referendum am 23. Juni nicht entschieden genug für den Verbleib Grossbritanniens in der Europäischen Union geworben zu haben. Zudem bezweifeln sie, dass er als Spitzenkandidat fähig wäre, für Labour die nächste Parlamentswahl zu gewinnen.

Corbyn gilt vielen Abgeordneten der Labour-Partei als zu links. Erst im Spätsommer 2015 war er von einer grossen Mehrheit der Parteimitglieder ins Amt gewählt worden.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Chasper Stupan (kritischabündner)
    Also wenn Labour mehrheitsfähig sein will - und die Chancen stehen momentan sowieso nicht grad gut - dann sollten sie sich erstens nicht selbst zerfleischen (das kommt einfach nicht so gut an). Zweitens sollten sie sich für einen Kurs entscheiden (und offensichtlich ist Corbyn da meilenweit näher bei den Wählern als seine Fraktion). Drittens sollte sich die Fraktion vielleicht fragen, ob sie nur an die Macht wollen oder ob sie auch noch eine Politik für ihre Labour-Wähler machen wollen.
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