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International Ebola-Fieber erreicht guineische Hauptstadt

Im westafrikanischen Guinea ist das Ebola-Fieber ausgebrochen, dabei sind 59 Personen verstorben. Die Behörden versuchen zusammen mit Médecins Sans Frontières alle Verdachtsfälle zu isolieren. Derweil hat das Virus laut dem Kinderhilfswerk Unicef bereits Guineas Hauptstadt Conakry erreicht.

Legende: Video Ebola-Fieber in Guinea abspielen. Laufzeit 02:12 Minuten.
Aus Tagesschau vom 23.03.2014.

Im westafrikanischen Guinea sind dutzende Menschen bei einer Epidemie des hochansteckenden Ebola-Virus gestorben. Französische Experten hätten den Erreger als Ursache für eine Erkrankungswelle im Süden des Landes bestätigt, teilte das Gesundheitsministerium in Conakry mit.

Demnach starben bereits 59 Menschen an dem Virus, insgesamt 100 Fälle wurden registriert. Die ersten Fälle waren vor sechs Wochen aufgetreten. Die Betroffenen litten an Durchfall, Erbrechen und Blutungen. Experten in Guinea konnten zunächst die genaue Krankheit nicht identifizieren. Die Behörden schickten deshalb Proben an Spezialisten im französischen Lyon.

Legende: Video Wie in einem Hochsicherheitslabor gearbeitet wird abspielen. Laufzeit 10:46 Minuten.
Aus Einstein vom 13.01.2011.

Labor bestätigt Ebola-Fund

Drei der zwölf Proben seien als Ebola bestätigt worden, sagte Sakoba Keita, der im guineischen Gesundheitsministerium für Krankheitsprävention zuständig ist.

Es gebe seit dem 9. Februar 80 Fälle mit 59 Toten. Die Behörden vor Ort seien «überfordert» mit der Epidemie, sagte Keita. Es würden alle erdenklichen Mittel eingesetzt, um gemeinsam mit internationalen Organisationen gegen die Krankheit zu kämpfen. «Es ist schwierig. Aber wir werden es schaffen.»

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) kündigte an, ihr Ärzteteam vor Ort zu verstärken. Derzeit seien 24 Ärzte, Krankenpfleger, Logistiker sowie Hygiene- und Sanitär-Experten in Guinea im Einsatz.

Angst vor Übergreifen auf andere Länder

MSF baute in den betroffenen Gegenden Isolierstationen für Verdachtsfälle auf und versuchte Menschen zu finden, die Kontakt zu den Infizierten hatten. «Das ist wichtig, um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern», sagte die MSF-Tropenmedizinerin Esther Sterk. Von Belgien und Frankreich aus wollte die Organisation 33 Tonnen Material einfliegen lassen.

Im Nachbarland Liberia wuchs indessen die Sorge nach einer Ausbreitung der Krankheit über die Grenze. Ein Arzt in der Hauptstadt Monrovia sagte, dies sei sehr wahrscheinlich, denn 80 Prozent der Waren auf dem liberianischen Markt kämen aus Guinea.

Keine Impfung oder Therapie hilft gegen Ebola

Das Ebola-Virus tritt bislang nur in Afrika auf. Es wird durch Blut und andere Körperflüssigkeiten übertragen, Infizierte leiden an inneren Blutungen und Austrocknung. In vielen Fällen verläuft die Seuche laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) tödlich. Bis heute gibt es keine Impfung oder Therapie gegen das Virus.

Benannt wurde es nach einem Fluss in der Demokratischen Republik Kongo, wo es 1976 entdeckt wurde. Seitdem gab es laut WHO rund 15 Epidemien in Afrika mit insgesamt mehr als 1300 Toten.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von S. Sugano, Therwil
    Der Ebola-Virus ist hoch gefaehrlich und existiert eigendlich nur in speziellen Laboren, d.h. die schafe Version davon. Gut das vor Jahren scharfe Problen an lokal Labore ohne ausreichenden Schutz per Post versand wurde, war ein kleines Maloer *hust*. Ernsthaft muss man sich die Frage stellen, dass es hierbei evtl. nicht um eine Natuerliche verbreitung handelt, sondern um eine bewusste, ich kann mir nicht vorstellen, wo dieses Ebola hergekommen sein mag, ausser aus einem Labor...
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    1. Antwort von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
      Ich gehe davon aus, dass das Ebola-Virus natürlichen Ursprung hat. Mehr wundert, wie das Ding vom weit entfernten Kongo und Ebolafluss nach Guinea gelangte. Ihre Aussage ist aber nicht ganz von der Hand zu weisen. Seit Mensch an den Genen rumschraubt, rückt eine solche Chimäre aus Laboren auch unfallmässig ins Reich der Realität. Ähnliche Verschwörungstheorien kursieren ja zu HIV resp. AIDS. So richtig mag ich nicht daran glauben. Die Natur selber ist hoch experimentierfreudig.
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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Ausgerechnet ein Mikroorganismus könnte eines Tages das Aus für den "zivilisierten" Menschen bedeuten. Eine kleine RNA-Mutation des Virus zu Schmier und Tröpfchenübertragung (Erkältung/Grippeviren) und Woooom. Für die rasche Verbreitung desselben sorgt der beflügelte Mensch via globalen Mobilitätswahn. Im Gegensatz zu Hollywood dauert die Entwicklung eines Impfstoffes aber Monate bis Jahre. Keine Sorge, isoliert lebende Menschen werden überleben. Aber das aktuelle Technologieniveau?
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    1. Antwort von Peter Meier, Zürich
      Auch im schlimmsten Fall wird das Technologieniveau überleben, es mag allenfalls einige Rückschläge geben wenn absolute Spitzenforscher verloren gehen. Auch der tödlichste Virus erwischt keine 100% der Infizierten, tatsächlich wird er nicht einmal nahe dran rankommen. Auch dies verdanken wir der Natur. Und zu einem anderen Teil unserer heutigen Technologie sowie Versorgungslage.
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    2. Antwort von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
      Ich wünsche Ihnen, mir selber und gar meinen ärgsten Feinden, Sie mögen Recht behalten Herr Peter Meier. Wie die Mortalitätsrate von 80% aussagt, überlebt 1/5 durch günstige genetische Dispositionen. Vergessen Sie dabei aber nicht Rückkopplungseffekte. Die Heilenden gehen den zu heilenden auch aus. Technologierückschritte sind ja geschichtlich schon durch weit geringere Anlässe belegt. Man denke an mittelalterliche Zustände in Europa im Vergleich zu Hochkulturen vor tausenden Jahren.
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    3. Antwort von Claus krampfer, Babostrasse 13c
      Also ich denke das ist nicht gut und es gibt auch mir zu schaffen aber ich bin mir 100% sicher das di ärtzte bald ei gegenmittel finden
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