Zum Inhalt springen

International Ecuador kündigt Zollabkommen mit den USA

Der «Fall Snowden» lässt die Beziehungen zwischen Ecuador und den USA abkühlen. Das südamerikanische Land hat ein Zollabkommen mit den USA aufgekündigt – und nimmt wirtschaftliche Nachteile in Kauf.

Vor dem Hintergrund der Affäre um den früheren US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden hat Ecuador das Zollabkommen mit den USA aufgekündigt. Ecuador verzichte «unilateral und unwiderruflich auf Zollvergünstigungen», hiess es in einer Erklärung, die der ecuadorianische Informationsminister Fernando Alvarado in Quito verlas.

Drohung aus den USA

US-Senator Robert Menendez hatte zuvor mit der Streichung von Handelserleichterungen gedroht, sollte Ecuador dem Amerikaner Snowden Asyl gewähren. Die ecuadorianische Regierung hat eigenen Angaben zufolge einen Asylantrag Snowdens noch nicht bearbeitet, weil er sich nicht auf dem Territorium des Landes aufhält.

Das Abkommen mit den USA gewährte Ecuador Zollerleichterungen als Gegenleistung für eine Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Drogenhandels. Im Rahmen des Abkommens lieferte Ecuador im vergangenen Jahr Öl im Wert von 5,4 Milliarden Dollar in die USA. Ecuador könnte für sein Rohöl zwar andere Abnehmer finden. Seine Blumenindustrie mit mehr als 100'000 Beschäftigten dürfte aber leiden.

9 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Paul Bürger, Schweiz
    Die Amerikaner haben bis heute nicht begriffen, dass im 21. JH drohen keine Strategie mehr ist, welche zielführend wirkt. Hut ab vor Ecuador! Unsere Poliitiker könnten sich ein Beispiel daran nehmen, wie man auf die fortwährenden Drohungen dieses Staates antworten könnte. Aber nein, wir geben lieber klein bei und lassen uns erpressen. Weiter so, Ecuador! Vorbildlich!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Eddy Dreier, Burgdorf
    Die Amis sind nur noch am Drohen - und zwar gegen die ganze Welt, ohne zu zielen und ohne zuerst zu denken. Dabei sind sie diejenigen, die das Erdöl aus Ecuador brauchen. Naja. Ich wollte nie die USA bereisen, aber vielleicht mal die Weisskopfadler in Ecuador anschauen gehen. Das Land der unbegrenzten Freiheiten ist tot. Es lebe das neue Land der unbegrenzten Freiheiten!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von A.Käser, Zürich
    Ecuador soll sein Öl nach Europa,oder noch besser,in die Schweiz liefern.Könnte preissenkend wirken.Auch andere Länder nehmen Blumen gerne entgegen.Was sind schon 100'000 Beschäftigte bei über 14 Millionen Einwohnern?Können im Notfall sicher auch noch anderweitig beschäftigt werden.Offenbar lassen sich nicht alle Länder nach"Bordell-Methoden"in die"Knie"zwingen.Hut ab!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen