Zum Inhalt springen

Anschlag in Manchester Eine Stadt in Trauer – das Protokoll zum Nachlesen

Legende: Video 22 Tote und über 50 Verletzte abspielen. Laufzeit 1:16 Minuten.
Vom 23.05.2017.

Selbstmordanschlag in Manchester

  • Bei einem Konzert in Nordengland ist es am Montagabend zu einer Explosion mit 22 Toten gekommen. Unter den Opfern sind auch Kinder.
  • Premierministerin May spricht von einem «Terrorakt».
  • Der IS reklamiert den Anschlag für sich, wie er über das Propaganda-Sprachrohr Amaq mitteilt.
  • Der mutmassliche Selbstmordattentäter war laut Polizei 22 Jahre alt. Geprüft werde, ob er zu einem Netzwerk gehörte.
  • Die Explosion ereignete sich nach dem Konzert der Sängerin Ariana Grande.

Der Ticker ist abgeschlossen

  • 21:15

    Hiermit schliessen wir unseren Liveticker zum Terroranschlag in Manchester, halten Sie aber selbstverständlich weiter auf dem Laufenden. Wir wünschen Ihnen einen ruhigen Abend.

  • 20:34

    Terrorexperte: «Die meisten Attentäter sind Teil eines Netzwerkes»

    Es sei zwar theoretisch möglich, dass der Angreifer von Manchester ein «einsamer Wolf» gewesen sei. «Allerdings sind die meisten Attentäter Teil eines Netzwerkes, das sie unterstützt», sagt Terrorexperte Mauro Mantovani.

    Legende: Video Einschätzungen von Terrorexperte Mantovani abspielen. Laufzeit 0:21 Minuten.
    Vom 23.05.2017.
  • 20:27

    Mehrere Tausend Menschen sind am Abend auf dem Albert Square im Zentrum von Manchester zu einer Gedenkfeier für die Opfer des Terroranschlags zusammengekommen. «Wir werden allen Terroristen trotzen», sagte Bürgermeister Eddy Newman in einer kurzen Ansprache vor dem Rathaus.

    ddd
    Legende: Keystone
  • 20:19

    «Einmal mehr ist der Politik und der Bevölkerung klar geworden, dass es eine hundertprozentige Sicherheit trotz aller Kontrollen schlicht nicht geben kann», so SRF-Korrespondent Urs Gredig. «Was die Behörden wohl besonders nachdenklich stimmen dürfte, ist die Art und Weise des Anschlags. Ein Bombenattentat lässt auf eine strukturierte, gut organisierte Vorbereitung schliessen. Und das nährt den Verdacht, dass es sich hier nicht um einen Einzeltäter, sondern um ein Netzwerk handeln könnte.»

    Legende: Video Einschätzungen von SRF-Korrespondent Urs Gredig abspielen. Laufzeit 1:05 Minuten.
    Vom 23.05.2017.
  • 20:18

    «Die meisten Attentäter sind Teil eines Netzwerkes, das sie unterstützt», sagt Mauro Mantovani, Strategieexperte Militärakademie an der ETH Zürich. «Man kann nicht sagen, wo der Attentäter seine Fähigkeit, eine Bombe zu bauen, erworben hat. Oder wo er sich radikalisiert hat. Das könnte durchaus auch hier gewesen sein.»

  • 19:49

    «Zur Zeit findet in Manchester eine Gedenkveranstaltung statt», so SRF-Korrespondentin Henriette Engbersen vor Ort. «Ich war an einer Veranstaltung, wo Blumen niedergelegt wurden. Es kommen vor allem Eltern und Eltern mit Kindern. Da sitzt der Schock besonders tief. Die Leute sind wütend, dass man solche Attacken nicht stoppen kann. Man spürt aber auch, dass die Leute zeigen wollen, dass man als Gesellschaft zusammenhalten will.»

    Legende: Video Einschätzungen von SRF-Korrespondentin Henriette Engbersen abspielen. Laufzeit 1:11 Minuten.
    Vom 23.05.2017.
  • 19:31

    SRF zeigt keine Attentäter

    Terroristen und Amoktäter streben nach medialer Aufmerksamkeit. Sie wollen Angst schüren und zählen darauf, dass sie durch ihre Gräueltaten berühmt werden und so ihre Botschaften verbreiten können. SRF verzichtet deshalb bewusst darauf, Bilder und Namen von Attentätern zu zeigen. Das gilt auch für deren Propagandamaterial oder Video-Botschaften.

  • 19:28

    Europa-League-Finale zwischen Ajax Amsterdam und Manchester United findet statt

    Der Terroranschlag von Manchester schockierte die Fußball-Stars von United, das so wichtige Europa-League-Finale von Mittwochabend trat angesichts der fürchterlichen Ereignisse in den Hintergrund. Aber United-Teammanager José Mourinho machte auch klar: «Wir haben einen Job zu erledigen und fliegen nach Schweden, um genau dies zu tun.» Vor dem Spiel wird es eine Schweigeminute geben.

  • 18:32

    Täter laut britischer Polizei 22 Jahre alt

    Der mutmassliche Attentäter, der beim Angriff starb, war 22 Jahre alt, wie die britische Polizei bekannt gab. Geprüft werde, ob er allein gehandelt habe oder zu einem Netzwerk gehörte. Berichte britischer Medien über einen möglichen Migrationshintergrund wollte die Polizei nicht kommentieren.

  • 18:00

    SRF-Korrespondent Martin Alioth über politische Konsequenzen

    «Der Wahlkampf ist fürs Erste suspendiert – möglicherweise sogar bis zum Wochenende. Man erwartet im Allgemeinen, dass dieser Wahlkampf, der bisher immer sehr aggressiv und persönlich geführt wurde, etwas stiller, behutsamer und respektvoller wird. Die gleiche Entwicklung war während des Brexit-Referendums vor einem Jahr zu beobachten, nachdem die Labour-Abgeordnete Jo Cox von einem Rechtsextremen ermordet worden war.»

  • 17:40

    Schweigeminute im UNO-Sicherheitsrat

    Der UNO-Sicherheitsrat hat der Opfer der Terrorattacke mit einer Schweigeminute gedacht. Die Mitglieder des 15 Länder zählenden Gremiums erhoben sich gemeinsam im Saal vor einer Sitzung zum Syrien-Konflikt.

    «Wir sind zutiefst betrübt, von der sinnlosen Attacke auf Konzertbesucher in Manchester zu hören», teilte die UNO-Botschafterin der USA, Nikki Haley, mit. «Wir stehen an der Seite unserer britischen Freunde, während sie sich von diesem feigen Terrorakt erholen.»

    ddd
    Legende: Keystone
  • 17:31

    William, Kate und Harry in Trauer

    Auch die Prinzen William und Harry haben ihr Mitgefühl zum Ausdruck gebracht. In einer gemeinsamen Erklärung mit Williams Frau, der Herzogin Catherine, hiess es, man sei «geschockt und betrübt».

    Sie erinnerten an die Hinterbliebenen: «Heute machen Hunderte Freunde, Eltern, Kinder und Partner eine unvorstellbare Trauer durch. Wir sind mit unseren Gedanken bei ihnen allen.»

  • 17:21

    Premierministerin May besucht Kinderspital

    Theresa May erhält Beileidsbekundungen aus aller Welt: Sie habe mit US-Präsident Donald Trump, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Italiens Regierungschef
    Paolo Gentiloni und Australiens Premier Malcolm Turnbull telefoniert.

    In Manchester habe die Premierministerin zudem ein Kinderspital und ein Polizeihauptquartier besucht.

  • 17:12

    Take That-Konzert in Liverpool abgesagt

    Nach dem Terroranschlag hat die Popband Take That ein für den Abend geplantes Konzert in der Nachbarstadt Liverpool abgesagt.

    «Aus Respekt vor den Opfern der schrecklichen Vorfälle in der Manchester Arena und ihren Familien haben wir uns entschieden, unsere Show in Liverpool zu verschieben», schreiben die Musiker auf Twitter. «Unsere Gedanken und Gebete sind mit Euch.»

  • 16:24

    Die USA sind nicht der Überzeugung, dass tatsächlich der Islamische Staat hinter dem Anschlag steckt. Der Direktor des nationalen Nachrichtendienstes, Dan Coats, sagte: «Der IS hat den Anschlag für sich reklamiert. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass der IS für absolut jeden Anschlag die Verantwortung übernimmt. Wir sehen bisher noch keine Verbindung zwischen dem Attentat in Manchester und der Terrormiliz.»

  • 15:57

    Pep Guardiolas Frau und Kinder waren in der Halle

    Beim Bombenanschlag von Manchester waren auch Pep Guardiolas Ehefrau Cristina Serra und die zwei Töchter Valeria und María in der Konzerthalle, blieben aber unverletzt. Alle drei seien entkommen, jedoch tief geschockt von dem blutigen Attentat nach dem Konzert von Teenie-Idol Ariana Grande, berichtete die spanische Zeitung «Marca». Der Ex-Bayern-Coach Guardiola trainiert seit dem vergangenen Jahr in der britischen Premier League den Traditionsclub Manchester City

  • 15:29

    Terror gegen Teenager

    Das jüngste Opfer der Anschläge ist achtjährig. Den Rettungskräften zufolge starben zwölf Kinder und Jugendliche unter 16.

  • 15:24

    Theresa May in Manchester

    Die britische Premierministerin Theresa May ist in Manchester eingetroffen, um sich nach dem blutigen Bombenanschlag von der Lage zu verschaffen. Gemeinsam mit der britischen Innenministerin Amber Rudd besuchte May das Hauptquartier der Polizei in Manchester. Am Vormittag hatte das Sicherheitskabinett in London getagt.

  • 15:17

    Anteilnahme von Sportlern weltweit

    Zahlreiche Profi-Sportler zeigten sich bestürzt über den Anschlag in Manchester. «Es ist schwer zu akzeptieren, heutzutage nicht einmal sorgenfrei auf ein Konzert gehen zu können», twitterte zum Beispiel der deutsche Fussball-Nationalspieler Toni Kroos. Auch Real-Madrid-Star und Ex-Manchester-United-Spieler Cristiano Ronaldo teilte ein Bild der britischen Flagge mit der Aufschrifft «Manchester».

  • 15:11

    Sprengung im Stadtbezirk Fallowfield

    Im Rahmen der Ermittlungen zum Anschlag hat die Polizei in Manchester eine kontrollierte Explosion durchgeführt. Im Stadtbezirk Fallowfield von Manchester kommtes zu einer kontrollierten Sprengung. Diese stehe im Zusammenhang mit den anhaltenen Terror-Ermittlungen, erklärt die Polizei

78 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Mario Atreb (Oiram)
    Will man schonungslos die Ursache des Terrorismus aufspüren, so gelangt man auf direktem Wege zu Eltern, die ihre Kinder während ihres Aufwachsens schlagen und demütigen, mit anderen Worten: über viele Jahre terrorisieren! Dass daraus dann später Menschen erwachsen, die voller Wut und Zorn andere, unschuldige Menschen töten, sollte uns zutiefst aufschrecken und aber deutlich aufzeigen, wo die Terrorbekämpfung zu beginnen hat. Die allgemeine Angst vor den Eltern verhindert dies leider.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von P. Schmid (Balance)
    Ich bin einfach nur schockiert. Jetzt trifft es also schon Kinder. Kinder welche doch nur eien schönen Abend verbringen wollten. Mit Luftballonen spielend ihrer Lieblingssängerin zuhörten. Vollkommen friedlich. Und dann dies. Im Herzen bin ich bei den Opfern und Ihren Angehörigen. Geschockt bin ich aber auch von ideologisch geblendeten welche Tatsachen abstreiten welche alle nachlesen können. Attentate in Paris, Nizza, Berlin, Ansbach etc. haben sehr wohl mit der Flüchtlingspolitik zu tun
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Astrid Meier (Swissmiss)
      Weder die Attentate in Paris oder Nizza, noch dieses hier, das mutmasslich durch einen Briten mit libyschen Wurzeln verübt wurde, hatten irgend etwas mit Flüchtlingen oder der Flüchtllingspolitik zu tun. Die Flüchtlingspolitik Grossbritanniens ist zudem deutlich restriktiver als die der meisten europäischen Länder.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von P. Schmid (Balance)
      Es ist schlicht nicht richtig. Es gab in Paris unterschiedliche Meldungen. In der Zwischenzeit ist der damalige Flüchtlingsstatus belegt. Bei sämtlichen Attentaten waren etweder die Täter, die Helfer und, oder die Eltern als Flüchtlinge gekommen. Es sind Tatsachen. Ich lehne mit Nachdruck Pauschalisierungen ab. Und Menschen auf der Flucht muss noch weiter geholfen werden. Dennoch darf man bei den Tatsachen bleiben. Ueber dieses Attentat in England weiss man schlicht noch zu wenig.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von P. Schmid (Balance)
      Darf man nur eine Tatsache nennen. Ich zitiere aus den Ermittlungen. "Der Angreifer, der in Paris mit einem Beil auf Polizisten losgegangen war, wohnte in einer Flüchtlingsunterkunft in Recklinghausen. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE posierte er in dem Heim mit einer IS-Fahne." Also als Flüchtling gekommen . Der grosse Terroranschlag in Paris. "Zwei der Attentäter von Paris kamen als Flüchtlinge nach Europa" FAKTEN. Ich sage aber klar, nicht pauschalisieren, Flüchtlinge helfen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    4. Antwort von u. Felber (Keule)
      doch, weil durch die flüchtlingsproblematik sehr viele fremde Kulturen aufs mal unkontrolliert sich hier breit machen und Organisationen wie der IS leichtes spiel dann hat, auch bei verwurzelten secondos. Da können zwar die Flüchtlinge nichts dafür aber es zeigt eben auf, dass man im moment einfach nur noch stopp schreien kann!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    5. Antwort von Astrid Meier (Swissmiss)
      Weder die Attentäter im Bataclan noch die auf Charlie Hebdo, noch die des Brüsseler Anschlages, noch der Täter auf der Westminster Bridge, noch der von Nizza, der von Orlando waren Flüchtlinge. Auch die Eltern der Täter von Bataclan, Charlie Hebdo und Brüssel waren keine Flüchtlinge, sondern Einwanderer aus Frankreichs ehemaligen Kolonien. Ich habe nicht verstanden, dass Sie mit "Paris" einen Einzeltäter meinten.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    6. Antwort von Thomas Bach (TBach)
      Was Sie aufzählen sind 1. andere als oben erwähnt und 2. Es gibt eine Komponente. Alle Terroranschläge welche auch Sie aufzählen verübt durch Muslime im Auftrag oder inspiriert von der IS. Dies macht aber diese Tat in Manchester nicht besser. P. Schmid hat natürlich recht. Was allerdings diese schreckliche Tat auch nicht besser macht. Gedenken wir den Opfern!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    7. Antwort von P. Schmid (Balance)
      "Weder die Attentäter im Bataclan noch die auf Charlie Hebdo, noch die des Brüsseler Anschlag..." schon geschickt. Redet auf einmal von anderen fürchterlichen Terrorattacken tut aber so als würden wir doch von den gleichen reden. Gut haben Sie hier musslimische von der IS inizierten Terrorattacken aufgezeigt. Sie sollten aber nicht alle Muslime pauschal in den gleichen Topf werfen. Es ging nur darum, dass einige behaupteten es gab noch nie Flüchtlinge als Terroristen. Was schlicht gelogen ist.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Peter Oberholzer (peteroberholzer)
    Ein schrecklicher Anschlag! Doch den Titel "eine Stadt in Trauer" finde ich doch höchst unpassend. Wenn ich Interviews mit Menschen aus dieser wunderschönen Stadt höre, dann stelle ich – zweifellos auch Trauer, aber – vor allem einen starken Willen fest, sich von den Terroristen nicht einschüchtern zu lassen und ihren Alltag beizubehalten. Der Titel suggeriert meines Erachtens, dass Manchester eigentlich genau das tut, was die Terroristen wollen, nämlich sich von Trauer lähmen zu lassen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen