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International Eine Syrienkonferenz nach der anderen und kein Erfolg in Sicht

Die Hoffnung auf eine Waffenruhe in Syrien währte bloss den halben Samstag. Dann verliessen die Aussenminister der USA und Russlands sowie mehrerer nahöstlicher Länder das Treffen in Lausanne wieder. Man konnte sich nur darauf verständigen, dass man miteinander reden müsse.

Legende: Video Mageres Fazit an Syrienkonferenz abspielen. Laufzeit 01:17 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 16.10.2016.

Die Erwartungen an das Ministertreffen in Lausanne waren bescheiden. Sie wurden sogar noch kräftig unterboten. Es ergab sich nicht der Hauch einer Annäherung, nicht mal ansatzweise ein Fortschritt.

An das Hotel Beau-Rivage hatten zumindest drei Teilnehmer gute Erinnerungen: US-Aussenminister John Kerry, sein russischer Amtskollege Sergej Lawrow und Irans Aussenamtschef Mohammed Javad Zarif. Am Genfersee hatten sie das Atomabkommen mit Teheran vorbereitet. Doch im Falle von Syrien verfehlte der Ort offenkundig seine magische Wirkung.

Nach fünfstündiger Debatte meinte Lawrow bloss, der politische Prozess für eine Lösung müsse baldmöglichst beginnen. Das nach bald 500'000 Toten in Syrien. Kerry erklärte, es habe gute Ideen gegeben, über die man weiter reden müsse.

Gespräche gehen in London weiter

Nachdem die Spannungen zwischen Russland und den USA derzeit weiter zunehmen, scheint eine Annäherung in der Syrienfrage chancenlos. Stattdessen häufen sich gegenseitige Schuldzuweisungen. Und der US-Aussenminister klagt, laut «New York Times», er habe nichts in der Hand, um Russland und Iran zu Kompromissen zu bewegen. Solange die USA nicht bereit seien, glaubwürdig anzudrohen, den militärischen Druck auf das Assad-Regime zu erhöhen und es von seinen Luftangriffen auf Zivilisten abzuhalten, könne er wenig ausrichten.

Weil das Ende der einen Syrienkonferenz den Beginn der nächsten markiert, geht es am Sonntag weiter, diesmal in London. Dort versammelt Kerry die Aussenminister Grossbritanniens, Deutschlands und Frankreichs. Da diese Länder in Syrien weit weniger Einfluss haben als die in Lausanne anwesenden, rechnen die meisten Beobachter erst recht nicht mit einem Erfolg.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Cherubina Müller (Fabrikarbeiterin)
    Der Terrorverdächtige Al-Bakr war nicht nur Mitglied der syrischen Terrorgruppe Ahrar al-Sham, sondern offenbar auch Mitglied der White Helmets: The Syrian man accused of planning a terror attack in Berlin, Jaber Al-Bakr, reportedly joined the western-funded "White Helmets" group in the Idlib Governorate prior to his return to Germany two months ago, Reuters News Agency claimed on Sunday.
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  • Kommentar von Stanic Drago (Putinversteher)
    Krieg in Syrien ist entschieden. Einzige welche wissen wie Ausgang diese Menschliche Tragödie ist, sind Putin und Erdogan. Erdogan hat aufgehört Islamisten in Aleppo zu unterstüzen und deswegen Erfolge von SAA in letzten Wochen. Gleichzeitig drängen türkische Truppe immer tiefer in Syrien ein ohne Protest von Syrische Regierung zu hören. Heute haben sie Kampflos Mystische Stadt Dabik eingenommen. Für IS diese Stadt hat enorme bedeutung und haben sie trotzdem Kampflos verlassen.
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  • Kommentar von Cherubina Müller (Fabrikarbeiterin)
    Heute gab es einen grossen Jubel-und Friedensmarsch der Bevölkerung Qudsayas welche die militanten Islamisten auf eigene Initiative losgeworden sind; Barrieren zu den Regierungsgebieten werden auf Wunsch der Bevölkerung entfernt. Grandiose Bilder der Befreiung und keine westlichen Medien welche darüber berichten wollen. Die Geschichte wird über die westliche Presse und ihre einseitige Unterstützung der Peiniger des syrischen Volkes richten.
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