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International Eiskalter Lächler: Chinas Chef droht EU im Solarstreit

Noch vor seinem Eintreffen in Berlin hat der Machthaber aus Peking schon einmal den Tarif durchgegeben. Li Keqiang kritisierte scharf die von der EU angedrohten Strafzölle für chinesische Solarmodule. Die Reaktionen darauf fallen beschwichtigend aus.

Chinas Ministerpräsident Li Keqiang hat kurz vor seinem Deutschland-Besuch die EU im Streit über Billigimporte von Solarmodulen kritisiert. Strafzölle und Anti-Dumping-Ermittlungen würden «anderen schaden, ohne dass sie einem selbst nützten», zitierte ihn die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua.

Ähnlich äusserte sich auch der deutsche Botschafter in Peking. Michael Schaefer betonte in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Xinhua, dass sowohl Deutschland als auch China ein Interesse daran hätten, den globalen Freihandel zu sichern und Protektionismus zu bekämpfen.

Strafzölle von fast 50 Prozent angedroht

Die EU will den Solar-Billigimporten aus China einen Riegel vorschieben und die Einfuhr von Solarpaneelen dem Vernehmen nach mit einem durchschnittlichen Zollsatz von 47 Prozent belegen. China hatte seinerseits kürzlich eine Anti-Dumping-Untersuchung zu Importen von Stahlrohren aus Europa eröffnet.

Ein weiterer Streitpunkt sind die geplanten Anti-Dumping-Ermittlungen der EU gegen chinesische Telekommunikationsausrüster.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Phil Greene, Burgdorf
    Hoffentlich werden diese Strafzölle der EU mit den soeben geplanten Abkommen zwischen der Schweiz und China nicht ausgehebelt. Schade, wenn die Schweiz nicht mit der EU am gleichen Strick ziehen würde. Wir würden sonst die Umwelt schädigen, Kinderarbeit in China fördern und auch noch unsere eigene Industrie schwächen. Träumen darf man ja ... Wahrscheinlich wird wieder das liebe Geld die Entscheidungsträger einseitig beeinflussen. Meine Solarzellen werden auf jeden Fall nicht von China sein!!
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    1. Antwort von Urs Kellerb, Binningen
      Nun ich würde mir solche aus China zum halben Preis ergattern wenn die Qualität stimmt. Offensichtlich haben einige noch nicht begriffen, dass Massenprodukte in Europa nicht durch Zollschranken verhindert werden können, die Zeiten des Protektionismus sind vorbei WTO verbietet solche Massnahmen. Offensichtlich sind die in D hergestelten Paneelen nicht kompetitiv.
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  • Kommentar von Walter Schwarb, Ueken
    Richtig so, es sollten grundsätzlich alle Billigimporte aus China mit Strafzöllen belastet werden, damit der billige Mist auch noch teuer wird. Es gibt genug gute europäische Produkte, wir sind nicht auf asiatischen Ramsch angewiesen.
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    1. Antwort von urs planta, 6611 Mosogno
      Und wieder in die gleiche Kerbe.
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