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Bürgerkrieg in Syrien Entscheidende Schlacht um IS-Hochburg Rakka

Legende: Video Die Schlacht um Rakka hat begonnen abspielen. Laufzeit 00:19 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 06.06.2017.
  • Laut der Rebellenmiliz SDF sind seit dem Morgen Kämpfe um die IS-Hochburg Rakka im Gang.
  • An den Angriffen beteiligt ist auch die von den USA geführte Anti-IS-Koalition.
  • Nach Angaben einer Menschenrechtsorganisation ist die Koalition für einen Luftangriff verantwortlich, bei dem gestern mindestens 12 Zivilisten starben.

Die Kämpfe gelten als die entscheidende Offensive, um den IS aus Rakka zu vertreiben. Die von Kurden geführte Rebellenmiliz «Syrische Demokratische Kräfte» (SDF) greift die Stadt nach eigenen Angaben aus drei verschiedenen Richtungen an. Wie die der Opposition nahestehende Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldet, hat der Angriff heute Morgen begonnen.

Unterstützung aus dem Westen

Die Rebellenmiliz SDF wird von der US-geführten Anti-IS-Koalition unterstützt – mit Ausrüstung, Training, Informationen und Logistik. Ein US-amerikanischer Offizier bekräftigte heute diese Unterstützung.

Laut der Beobachtungsstelle für Menschenrechte unterstützt die Anti-IS-Koalition die SDF-Rebellen auch aus der Luft. Gestern seien bei einem Luftangriff 21 Zivilisten getötet worden. Auch die syrische staatliche Nachrichtenagentur meldet einen Luftangriff, spricht aber von 12 Toten.

Türkei schaltet sich ein

Am Nachmittag meldete sich auch der türkische Aussenminister Binali Yildirim zu Wort. Er meinte, die Türkei würde reagieren, sobald die Kämpfe in Syrien zu einer Gefahr werden sollten. Yildirim kritisierte die USA für ihre Unterstützung der Rebellenmiliz SDF. Die Türkei sieht die kurdischen Kämpfer in den Reihen der SDF als Terroristen an.

Neben dem fast komplett eroberten Mossul im Irak gilt Rakka als wichtigste Stadt in den Händen des IS. Die Terrormiliz bezeichnet sie als seine «Hauptstadt». Rakka ist seit 2014 unter Kontrolle des IS. Seither sind nach Angaben der Anti-IS-Koalition gegen 200‘000 Menschen aus der Stadt geflohen.

Legende: Rakka gilt als letzte Hochburg des IS in Syrien. SRF

Tote auch in Mossul

Bei ihrer Flucht aus der umkämpften Stadt Mossul im Irak sind nach Angaben der UNO mindestens 163 Zivilpersonen IS-Terrormiliz getötet worden. Die Leichen von Männern, Frauen und Kindern hätten am Montag immer noch in den Strassen des Viertels Al-Schira im Westen von Mossul gelegen.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von E. Waeden (E. W.)
    "Die Türken hätten Angst davor, dass die Kurden im Norden von Syrien einen eigenen Staat errichten könnten". Wohlverstanden auf syrischem Boden & nicht auf türkischem. Überall spielen sie die starken Macker, aber davor haben sie Angst? Also bekämpft man lieber die Kurden, welche am meisten Erfolge im Kampf gegen den IS aufweisen können & unterstützt dafür Terroristen?
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  • Kommentar von Cherubina Müller (Fabrikarbeiterin)
    Die wichtigste Stadt für den IS ist nun Deir ez- Zor; mit vielen Kämpfern aus Mosul und Raqqa verstärkt greifen die etwa 20000 IS-Kämpfer ununterbrochen und seit mehreren Tagen die Regierungssoldaten/ Shaitat-Stammeskämpfer an (4000). Mehr als 100000 Zivilisten sind auf Regierungsseite eingeschlossen und können nur weiterhin versorgt werden wenn die Verteidiger den Flugplatz halten können. Der IS bekam durch "vesehentliche" Angriffe der US-Koalition gegen die Verteidiger auch schon Schützenhilfe
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  • Kommentar von Karl Kirchhoff (Charly)
    Würden sich diese feigen Terrormilizen nicht hinter und zwischen den Zivilisten verstecken, wäre dieser schlimme Krieg schon lange beendet. Dieses Terrorpack labert ständig von Ehre, besitzt selbst aber keine!
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