Erdrutsch in Nepal: Dammbruch bedroht weiterhin Zehntausende

Nach dem gigantischen Erdrutsch in Nepal sind weiterhin zehntausende Anwohner von einer Überschwemmung bedroht. Der Pegel des aufgestauten Bergflusses sinkt aber langsam. Trotz der Gefahr sind weit nicht alle Betroffenen auf der Flucht.

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Luftbilder des gestauten Flusses nach Erdrutsch in Nepal

0:20 min, vom 4.8.2014

Noch immer bedroht in Nepal ein nach einem gigantischen Erdsturz aufgestauter Fluss zehntausende Anwohner. Helfer versuchen mit Schaufeln, den Damm aus Geröll und Erde vorsichtig abzutragen. Ein hunderte Meter breiter Wall blockiert den Abfluss eines Bergflusses.

Der Pegel des entstandenen Sees sank laut Behörden zwar etwas ab. Dennoch sei die Gefahr eines Dammbruchs nach wie vor vorhanden. Der Leiter des örtlichen Katastrophenschutzes äusserte sich «sehr besorgt» über eine mögliche Flutwelle. Eine solche könnte auch durch die von der Armee geplanten Sprengung des Dammes ausgelöst werden.

Zehntausende in Indien evakuiert

Die Zeit für eine Lösung ist laut Experten knapp. Ein weiterer Erdrutsch in der Region hätte katastrophale Folgen, meint ein lokaler Geologe. Er hatte am Sonntag im Berghang weitere Risse in der Erde entdeckt.

Bislang wurden über 20 Leichen aus den Schlammmassen geborgen. Rund 150 werden noch vermisst. Flussabwärts wurden im Nachbarland Indien bereits 65'000 Menschen evakuiert.

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