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International Erhöhtes Krebsrisiko bei 2000 Fukushima-Arbeitern

Die gesundheitlichen Folgen der Reaktor-Katastrophe im japanischen Fukushima sind gravierender als bisher bekannt. Zehnmal mehr Arbeiter müssen nach der Strahlenbelastung ein erhöhtes Krebsrisiko fürchten.

Person mit Schutzanzug- und helm zeigt auf Gebäuderuine
Legende: Hunderte Helfer in Fukushima müssen von einem erhöhten Krebsrisiko ausgehen. Reuters/Archiv

Knapp 2000 Arbeiter haben ein erhöhtes Risiko, an Schilddrüsenkrebs zu erkranken. Bei den Arbeitern habe die Strahlungsdosis einer Untersuchung zufolge den entsprechenden Grenzwert überschritten, teilte die Betreiberfirma Tepco mit. Über diesem Grenzwert gilt ein erhöhtes Risiko.

Wie die Tageszeitung «Asahi Shimbun» berichtet, ist die Zahl der gefährdeten Arbeiter zehnmal höher als von Tepco ursprünglich zugegeben.

Strahlungsexperten hatten dem Bericht zufolge Zweifel an den von Tepco im Dezember veröffentlichten Daten geäussert, dass nur für 178 Arbeiter ein erhöhtes Risiko bestehe. Die Schilddrüsen der Betroffenen sollen regelmässig untersucht werden.

Legende: Video «Die Folgen von Fukushima» abspielen. Laufzeit 9:03 Minuten.
Aus Einstein vom 07.03.2013.

Insgesamt wurden mehr als 19'500 Arbeiter untersucht - sie hatten nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami im März 2011 versucht, die Atomkatastrophe zu verhindern. Laut «Asahi» hatten sie von Tepco zunächst kaum Informationen über die Strahlungswerte in ihren Schilddrüsen erhalten.

3 Kommentare

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  • Kommentar von R.Käser, Zürich
    Gemäss Toni Brunner hätten wir einen Notfallplan vom Bund bei dem Militär und Polizei bei einem Gau aufgeboten werden. Ja soll ich da als Radfahrer den flüchtigen radioaktiven Atomen zusammen mit Ueli Murer nachjagen - oder wie? Gibt es da von srf schon ein Dokfilm wie dieser Fall in der Scheiz gehändelt wird und wer sich "freiwillig" verstrahlen lassen muss?
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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    Forciert endlich eine freie Solarforschung,bei der keiner seine dreckigen Finger mit im Spiel hat!Seit dem 2.WK sind Mia unsrer Steuergelder in die Atomforschung geflossen.Selbst nach Tschernobyl wurde blockiert,dass sich die Balken biegen.Unsern beiden Jungen hat man noch vor ca.10J abgeraten,ihren Mastertitel in Physik auf dem Gebiet Solartechnik zu erarbeiten.Keiner der Professoren hätte sich zur Betreuung zur Verfügung gestellt.Das wären nachhaltige Investitionen für unsre Superreichen,oder?
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  • Kommentar von Gunnar Leinemann, Teuffenthal
    Atomkraft ist sauber, günstig und absolut sicher. Auch die Endlagerung ist Problemlos. Radioaktivität kommt auch in der Natur vor und die Angst davor ist völlig übertrieben. So oder so ähnlich tönt es auch nach diesem Bericht aus den Kehlen der ignoranten Atom-Befürworter, deren Gehirne offensichtlich schon durch ein paar nette Zerfallsprodukte stark in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Anders kann man das dumme Gefasel bald nicht mehr erklären.
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