Ermittlungen gegen «Sarko» ohne Begründung ausgesetzt

Die Ermittlungen gegen Frankreichs Ex-Präsidenten Nicolas Sarkozy sind ausgesetzt worden. Sie betrafen den Verdacht der Korruption und der Einflussnahme auf die Justiz. Eine Begründung für den Entscheid des Pariser Berufungsgerichts gibt es bisher nicht.

Nicolas Sarkozy zwischen Menschen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der ehemalige französische Präsident Nicolas Sarkozy beim Besuch eines Fussballspiels vor einigen Tagen. Reuters

Seit Juli läuft gegen Sarkozy in dem Fall ein formelles Ermittlungsverfahren. Nun wurde es vom Pariser Berufungsgericht ausgesetzt – bislang ohne Begründung.

Der Ex-Präsident und sein Anwalt sollen versucht haben, sich von einem hohen Staatsanwalt illegal Informationen über ein laufendes Verfahren zu besorgen. Im Gegenzug soll Sarkozy dem Staatsanwalt zugesagt haben, ihm einen Posten in Monaco zu besorgen. Die Affäre kam durch abgehörte Telefonate Sarkozys ans Licht; er bestreitet die Vorwürfe.

Sarkozy hatte erst vor wenigen Tagen sein Comeback in der Politik erklärt. Zwar bedeutet die Gerichtsentscheidung vom Dienstag eine Atempause für den konservativen Ex-Präsidenten, allerdings sind gegen ihn noch weitere Verfahren anhängig.