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International Erneut schwarzer Jugendlicher in USA von der Polizei getötet

Ein 19-Jähriger hat am Freitagabend in Madison im Bundesstaat Wisconsin einen Polizisten angegriffen und ist dann von diesem erschossen worden. Der Jugendliche hatte keine Waffe.

Polizeiwagen stehen vor einem Haus.
Legende: Die Polizei in Madison hat den Tatort abgesperrt. Keystone

Der Polizist war laut dem Polizeichef zum Jugendlichen nach Hause gegangen. Dieser wurde verdächtigt, den Strassenverkehr gestört und jemanden geschlagen zu haben. Weil er von drinnen Lärm gehört habe, habe sich der Beamte gewaltsam Zugang zur Wohnung verschafft, teilte die Polizei mit.

Dort habe der Jugendliche den Polizisten angegriffen, «der seine Pistole gezogen und geschossen hat». Der Beamte habe zwar sofort Erste Hilfe geleistet, der junge Mann sei aber im Spital seinen Schussverletzungen erlegen. Nach dem Vorfall versammelten sich Demonstranten vor dem Haus, die Slogans wie «Das Leben von Schwarzen zählt» riefen.

In den vergangenen Monaten hatten mehrere Fälle die USA erschüttert, bei denen weisse Polizisten auf Schwarze schossen und sie dabei tödlich verletzten. Im August war in Ferguson ein unbewaffneter schwarzer Jugendlicher von einem weissen Polizisten getötet worden.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Andreas Buri, Konolfingen
    In den USA schiesst ein Polizist bereits wenn ein Jugendlicher auf ihn zu geht und in der Schweiz müssen sich Polizisten alles von Kriminellen gefallen lassen, ohne auch nur ordentliche Gegenwehr leisten zu dürfen. Der Mittelweg wäre wahrscheinlich optimal.
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  • Kommentar von Alfons Wilbert, Crisnee, Belgium
    In den USA hält man an dem "Recht" auf Waffenbesitz fest und fast jeder Amerikaner besitzt eine Waffe. Aufgrund der starken Waffen-Lobby ändert dies auch nicht. Dann darf man sich nicht wundern, dass die Polizeibeamten, welche zu einem Einsatz gerufen werden höllisch nervös und ängstlich sind und lieber erst schießen und dann fragen, als selber eine Kugel in den Bauch zu bekommen. Das viele der Straftäter Schwarzamerikaner sind ist ein Fakt und diese. Aussage hat nichts mit Rassismus zu tun!
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  • Kommentar von Jo Sahli, Bern
    Rassisten gibt es überall. In den USA als Polizisten und international als Leser und Kommentatoren. Ich bin schockiert über die Kommentare.
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