Erste Festnahmen nach Feuer-Drama in Bangladesch

Drei Manager der Unglücksfabrik in Bangladesch sind wegen ihres Verhaltens während des Brandes festgenommen worden. Die drei seien für Lager, Verwaltung und Sicherheit verantwortlich gewesen, sagte ein Polizeisprecher in Dhaka.

Personen ziehen einen Feuerwehrschlauch aufs Dach eines brennenden Gebäudes. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Verzweifelt versuchten am Samstag zahlreiche Helfer das Feuer zu löschen. Keystone/archiv

Während des Brandes am Samstagabend hätten sich die jetzt festgenommenen Manager «unverantwortlich» verhalten, so die Polizei. Zeugen hatten lokalen Medien berichtet, Notausgänge seien abgeschlossen gewesen und Feuerlöscher hätten nicht funktioniert.

Der Fabrikbesitzer wurde von der Polizei ebenfalls befragt, aber nicht festgenommen. Nach Erkenntnissen der Regierung waren Brandstifter für das fatale Feuer verantwortlich. Zwei Verdächtige sitzen derzeit hinter Gittern.

Fabriken wegen Protesten geschlossen

Überlebende des Feuers und Kollegen angrenzender Fabriken gingen auch am Donnerstag wieder auf die Strasse, um für mehr Brandschutz zu demonstrieren. Sie blockierten Strassen und gerieten mit der Polizei aneinander, die die Menge zerstreuen wollte. Die Fabriken im Industriegebiet Ashulia blieben erneut geschlossen.