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International Erster Hotspot für Flüchtlinge soll auf Lesbos Betrieb aufnehmen

Der erste sogenannte Hotspot zur Registrierung der Flüchtlinge in Griechenland geht in den kommenden Tagen auf der Insel Lesbos in Betrieb.

Flüchtlinge warten in einer Schlange.
Legende: Schutzbedürftige Flüchtlinge sollen in den Aufnahmezentren rasch registriert und auf die EU- Länder verteilt werden. Reuters

Auf der griechischen Insel Lesbos soll bald das erste Aufnahmezentrum zur Registrierung von Flüchtlingen eröffnet werden. Das kündigte EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos nach politischen Gesprächen in Athen an.

Zudem sollen Griechenland und die Türkei in den kommenden Wochen einen Aktionsplan ausarbeiten, wie sie kooperieren werden, um gemeinsam das Problem der Flüchtlingskrise in der Ägäis anzugehen, fügte Avramopoulos hinzu.

Die Bedeutung der Hotspots (Registrierungszentren) hob auch der luxemburgische Aussenminister Jean Asselborn hervor, der Avramopoulos begleitete. «Wir müssen wissen, wer an unsere Tür klopft», sagte Asselborn. Wenn die Aussengrenzen der EU nicht gesichert sind, dann werde «das Schengen-Abkommen binnen Wochen zusammenbrechen», fügte er hinzu.

Wann die ersten Flüchtlinge aus Griechenland in andere EU-Staaten gebracht werden sollen, blieb zunächst unklar.

Legende: Video Lesbos: Registrierzentrum für Flüchtlinge abspielen. Laufzeit 01:13 Minuten.
Aus Tagesschau Spätausgabe Wochenende vom 10.10.2015.

Hotspot auf Lampedusa ab November

Hotspots sind auf den Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos geplant. Das Zentrum auf Lesbos ist fast fertig. Die anderen Hotspots sollen nach den Worten des griechischen stellvertretenden Ministers für Migration, Ioannis Mouzalas, binnen eines Monats funktionieren.

In Italien ist der erste Hotspot auf der Insel Lampedusa bereits eingerichtet, dort läuft die Erprobungsphase. Bis Ende November soll der Hotspot nach Angaben von Innenminister Angelino Alfano seinen regulären Betrieb aufnehmen. Weitere Hotspots sind in den Städten Pozzallo, Porto Empedocle, Trapani, Augusta und Taranto geplant, bis Jahresende sollen sie ebenfalls funktionieren.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Werner Christmann (chrischi1)
    «Wir müssen wissen, wer an unsere Tür klopft», sagte Asselborn. Wenn die Aussengrenzen der EU nicht gesichert sind, dann werde «das Schengen-Abkommen binnen Wochen zusammenbrechen». Der läuft der Zeit ja um einiges hinterher. Schengen? Schon gescheitert. Aussengrenzen schützen? Wurde noch nie gemacht. Also weiss ja niemand wer sich aktuell so in ganz Europa tummelt.
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    1. Antwort von Christa lohmann (Saleve2)
      Diese Aussage von Asselborn ist so etwas von eindeutig, dass er sich für die ganzen Probleme überhaupt nicht interessiert. Er läuft nicht nur derZeit hinterher, sondern er zeigt sein wahres Gesicht des Desinteresses.
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Es wird sich weiterhin alles auf Deutschland und Schweden konzentrieren. Man wird es nicht schaffen, dass Polen, Estland oder Ungarn Muslime aufnimmt. Und was sollen die bitterarmen osteuropäischen Staaten wie Rumänien, Serbien, Bulgarien tun? Zu rufen, es gibt es keine Obergrenze und gleich die Flüchtlingscamps in der Türkei, wo die Menschen ordentlich untergebracht sind, kritisieren.
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    1. Antwort von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
      2) Die Türken haben bessere Bedingungen geschaffen als die UN es in Syrien und im Irak konnte, weil sich in Europa niemand für das Elend in den Flüchtlings-Camps interessierte. Die Wut, insbesondere auf Deutschland und Schweden, wird zunehmen. Immerhin hat man in Deutschland und Schweden schon Parallelgesellschaften, wie immer mehr es zu sagen wagen. Beschönigungen helfen nicht mehr.
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    2. Antwort von robert mathis (veritas)
      Die grossen Rufer und Profitiere der Völkerwanderung sollen endlich Farbe bekennen und mithelfen die Probleme zu lösen.Viel zu lange haben die Hilfswerke und die UNO blauäugig zugeschaut und nun können wir Alle das Chaos ausbaden keine leichte Aufgabe denn dahinter stecken Menschen die aus verschiedenen Gründen kommen um ein besseres Leben zu haben und schwer verstehen was da passiert.
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