Zum Inhalt springen

International Erstmals Gefängnisstrafen nach Genitalverstümmelungen

Ein Gericht in Uganda hat fünf Angeklagte wegen des Vorwurfs der Genitalverstümmelung junger Mädchen zu Gefängnisstrafen verurteilt. Die in Afrika weit verbreitete Praxis ist in dem ostafrikanischen Land 2010 verboten worden.

Hände einer Frau mit einem Messer.
Legende: Die Beschneidungen der Mädchen finden nach wie vor statt – im Geheimen. Keystone

Unter den zu je vier Jahren Haft Verurteilten seien vier Frauen, bestätigte ein Polizeisprecher. Sie hatten alle auf schuldig plädiert. Es ist das erste Mal, dass Uganda Gefängnisstrafen wegen dieses Vergehens verhängt werden.

Sicherheitskräfte hatten in der vergangenen Woche in Kapchorwa, etwa 300 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Kampala, mehrere Verdächtige festgenommen. «Genitalverstümmelung wird trotz des Gesetzes noch immer heimlich in den Häusern durchgeführt», sagte der Sprecher. Die Schuldigen müssten zur Verantwortung gezogen werden.

Bei der Praxis, die in Uganda vor allem in den Volksgruppen Sabiny und Karamojong angewandt wird, werden Mädchen die äusseren Genitalien wie Schamlippen und Klitoris abgeschnitten.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Den Mädchen, die Klitoris abzuschneiden, kommt einer Eichelentfernung am Penis von Jungs gleich. Zumindest anatomisch. Die „Zipfelmütze“ darüber eher ein hygienisches Problem. Humane Papillomviren inklusive. In Wüstenstaaten mit wenig Wasser um sich zu reinigen, noch nachvollziehbar. Aber heute mit Meerentsalzungsanlagen und Seife? Verdammt noch mal, wo bleibt da noch der rationale Verstand und nicht nur religiöser Wahn???
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von anneli aebersold, riggisberg
    Jeder Mensch, ob Mann oder Frau, sollte das Buch "Wüstenblume" esen. Es ist eine Dukumentation eines Mädchens welches nach der Beschneidung davonlief. Es ist erschütternd was diese Mädchen mitmachen und oft mit dem Tod bezahlen!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen