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International Es war einmal: «Wir schaffen das»

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Versäumnisse in der Flüchtlingsfrage eingestanden. Damit übernimmt sie die Verantwortung als Parteivorsitzende für die Wahlniederlagen ihrer Partei in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin.

Legende: Video Rolle rückwärts: Merkel und die Flüchtlingspolitik abspielen. Laufzeit 01:46 Minuten.
Aus Tagesschau vom 19.09.2016.

Ein bemerkenswerter Schritt. «Wenn ich könnte, würde ich die Zeit um viele, viele Jahre zurückspulen, um mich mit der ganzen Bundesregierung und allen Verantwortungsträgern besser vorbereiten zu können auf die Situation, die uns dann im Spätsommer 2015 eher unvorbereitet traf», sagte die Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende Angela Merkel am Montag nach Sitzungen der Führungsgremien ihrer Partei in Berlin.

Merkel bezeichnete die deutlichen Einbussen ihrer Partei bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin vom Sonntag als «sehr bitter». Wenn eine Ursache für das schlechte Abschneiden der CDU sei, dass manch einem Richtung, Ziel und Grundüberzeugungen ihrer Flüchtlingspolitik nicht ausreichend klar geworden seien, «so möchte ich mich gerne darum bemühen», versprach Merkel. Dies werde sie vielleicht nachdrücklicher als bisher tun.

Die Lösung der Flüchtlingskrise gehe nicht schnell, «auch weil wir in den vergangenen Jahren weiss Gott nicht alles richtig gemacht haben», räumte Merkel ein. Deutschland sei nicht gerade Weltmeister bei der Integration gewesen. Zudem habe man zu lange gewartet, bis man sich der Flüchtlingsfrage wirklich gestellt habe. Auch sie habe sich lange auf das Dublin-Verfahren verlassen, «das uns Deutschen einfach gesprochen das Problem abgenommen hat». Das war nicht gut.

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60 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Die "schlimmste" Märlitante aller Zeiten hat's gemerkt!
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  • Kommentar von Angela Keller (kira)
    Frau Merkel ist auch klar geworden, dass ihre Flüchtlingspolitik nicht ausreichend und völlig überfordert ist. Die EU + D hat den Griechen Unterstützung zugesagt. Es müssten viel mehr Asylexperten aus anderen europäischen Ländern nach Griechenland kommen, damit die Anträge rascher bearbeitet werden können. Geschehen ist auch nicht nicht viel. Nur blabla....Die Griechen lässt man mit ihrer Überforderung auch allein. Wer schafft das?
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  • Kommentar von Beatrice Mayer (signorinetta)
    @Christa Wüstner Bestimmt ist das so, wir haben verschiedene Wahrnehmungen. Lesen Sie mal die Analyse von v.Lensfeld http://vera-lengsfeld.de/2016/09/20/die-kanzlerin-uebernimmt-verantwortung-nein-sie-tut-nur-so/#more-489 Besonders dieser Satz hat es mir angetan: "Sie habe sich sagen lassen „wir lebten in postfaktischen Zeiten“ und die Menschen interessierten sich nicht mehr für Fakten, sondern sie folgten vor allem ihren Gefühlen“.
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    1. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      Danke Frau Mayer, werde ich tun. Kenne ihren Weg schon viele Jahre und weiche manchen ihrer Gedanken aus. Aber das gehört auch zu ihrem Abwechslungsreichen und intensiven Leben.
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