Zum Inhalt springen

Header

Porträt vom EU-Botschafter Richard Jones
Legende: EU-Botschafter Richard Jones zeigt sich zufrieden. Keystone
Inhalt

International EU-Botschafter Jones: «Wir sind sehr erfreut»

Der Bundesrat will die Beziehungen der Schweiz zur EU überarbeiten und hat dafür gestern das Verhandlungsmandat verabschiedet. Die EU reagiert positiv über den Entscheid aus Bern und will nun ihrerseits vorwärts machen.

Audio
Applaus von der EU
aus HeuteMorgen vom 19.12.2013.
abspielen. Laufzeit 1 Minute 43 Sekunden.

Die EU applaudiert der Schweiz. Das kam in letzter Zeit nicht oft vor. Der Grund: Die Schweiz hat gestern ein Verhandlungsmandat verabschiedet.

EU-Botschafter für die Schweiz, Richard Jones, spricht von einem enorm wichtigen Schritt und gratuliert dem Bundesrat. Der habe viel Arbeit investiert, um das Parlament, die Kantone und Sozialpartner auf seine Seite zu bringen. «Wir sind sehr erfreut über den Ausgang», sagt Jones weiter.

Wichtiger Handelspartner

Die Schweiz sei der viertwichtigste Handelspartner für die EU. Verhandlungen über die institutionellen Fragen seien deshalb absolut zentral. Damit diese aber wirklich beginnen können, muss die EU ihrerseits ein Verhandlungsmandat verabschieden.

Dieses Mandat sei beim letzten Treffen der EU-Minister noch nicht ganz fertig gewesen, sagt Botschafter Jones. «Beim ersten Minister-Treffen im neuen Jahr ist es hoffentlich so weit.»

Einfluss der Masseneinwanderung

Früh im nächsten Jahr – am 9. Februar – stimmt die Schweiz auch über die Masseneinwanderungsinitiative ab, welche die Zuwanderung aus der EU begrenzen will. Richard Jones versichert, diese Abstimmung spiele keine Rolle, wenn die EU ihr Verhandlungsmandat beschliesse.

Der Bundesrat hat für die Verhandlungen rote Linien definiert. EU-Recht soll etwa nicht automatisch übernommen werden. Für diese Haltung gibt es von der EU keinen Applaus. Wo auf Seiten der EU die roten Linien sind, will Botschafter Jones nicht sagen – so lange das EU-Verhandlungsmandat eben doch noch nicht ganz fertig ist.

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von Marlene Zelger , 6370 Stans
    "Seit umschlungen, liebes Schweizer, herzlich willkommen iim Schoss der Union!", scheint der freundlich lächelnde EU Botschafter seinen südlichen Nachbarn zuzurufen. Aber die grosse Freude, die seitens der EU herrscht, scheint mir nicht ganz geheuer. Besonders der letzte Satz im Bericht stimmt nachdenklich und macht stutzig.
  • Kommentar von M Jaeger , Wildwil
    Ein Lob aus der EU heisst für uns dass wir den nächsten Fehler schon begangen haben.
    1. Antwort von Marlene Zelger , 6370 Stans
      Applaus kriegt man nur für gute Taten. Und mit Ausnahme EINER hat die CH nach Ansicht der EU grossen Applaus für ihren weiteren Schritt Richtung EU verdient und unsere 6 (!) ruhmessüchtigen Bundesräte lechzen nach noch mehr standing ovations, ungeachtet wie der Souverän denkt,
  • Kommentar von E.Waeden , H
    Wer daran glaubt, dass, wird die Initiative angenommen, die EU auf ihren viertwichtigsten Handelspartner verzichten wird, es keine Bilateralen mehr gibt ist ziemlich "blauäugig".