EU-Landwirtschaft soll grüner werden

Unter dem Titel Agrarreform versteckt sich eine kleine Revolution in der europäischen Landwirtschaftspolitik. Weg von industriellen Monokulturen hin zum ökologischen Kleinbauern. Noch fehlt für den ambitionierten Umbau die Zustimmung des EU-Parlaments. Der Ausgang ist ungewiss.

Bewässerungsanlage auf einen Maisfeld. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die EU will weg von der industriellen Landwirtschaft. Reuters

Gigantische Monokulturen und  Massentierhaltung. Europas Bauern geniessen nicht überall einen guten Ruf. Das soll sich künftig ändern. Vorausgesetzt das EU-Parlament gibt grünes Licht.

Die Landwirte sollen mehr für die Umwelt tun, junge Bauern und Kleinbetriebe besser unterstützt werden. Knapp ein Drittel der Zahlungen an die Bauern soll künftig an Umweltleistungen geknüpft sein. Hier geht es um viel Geld.

Rund 60 Milliarden Euro fliessen dieses Jahr in die Landwirtschaft. Das sind knapp 40 Prozent des gesamten EU-Haushalts. Der Umbau der Landwirtschaft ist aber noch nicht in trockenen Tüchern.

Einige Punkte sind umstritten: Uneins sind sich die Abgeordneten und die EU-Staaten zum Beispiel darüber, wann genau die Obergrenzen für die europäische Zuckerproduktion fallen sollen. Diese Quoten halten den Zuckerpreis hoch.