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In europäischen Städten EU-Märsche: «Ich liebe dich, Europa!»

Anlässlich des EU-Sondergipfels in Rom zum 60. Jubiläum der Römischen Verträge haben die Menschen nicht nur in der europäischen Hauptstadt demonstriert, sondern auch in Deutschland, Polen und Grossbritannien für die EU.

  • In Berlin, Warschau, London und Rom gingen die Menschen heute für die EU auf die Strasse.
  • Anlass ist das 60. Jubiläum der Römischen Verträge, die den Grundstein für das Bündnis legten.
  • Bei einem Sondergipfel in Rom am Samstag unterzeichneten die Regierungschefs der EU-Staaten eine Erklärung, die das Versprechen der EU auf Frieden, Freiheit und Wohlstand erneuern soll.
  • Am Hauptschauplatz Rom kam es auch zu Gegendemos. Die Polizei ist mit einem Grossaufgebot im Einsatz.
Legende: Video Trotz Demonstrationen – EU bekennt sich zu gemeinsamer Zukunft abspielen. Laufzeit 01:07 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 25.03.2017.

Zehntausende Menschen haben in ganz Europa für die europäische Idee demonstriert. Anlässlich des EU-Sondergipfels in Rom zum 60. Jubiläum der Römischen Verträge kamen nicht nur in der italienischen Hauptstadt, sondern auch in Deutschland und Polen Menschen mit EU-Flaggen zusammen.

In London protestierten laut britischen Medien 25'000 Menschen gegen den Brexit und für einen Verbleib Grossbritanniens in der Europäischen Union. «Wir wollen Mitglied im Europäischen Binnenmarkt bleiben. Wir wollen die Vorteile der EU-Mitgliedschaft behalten. Wir wollen garantieren, dass EU-Bürger, die bereits hier sind, ein Bleiberecht bekommen», hiess es im Aufruf zum Londoner Protestmarsch auf Facebook.

Polizei-Grossaufgebot in Rom

Legende: Video Unkommentiert: Demo in Rom abspielen. Laufzeit 00:19 Minuten.
Aus News-Clip vom 25.03.2017.

Am Hauptschauplatz in Rom gab es allerdings auch Gegendemos. Die Polizei war im Grosseinsatz. Im Zentrum der Stadt herrschte bis Vormittag eine gespenstische Ruhe. Viele Geschäfte hatten geschlossen, entlang der Demonstrationsrouten sah man auch verbarrikadierte Läden.

In Berlin versammelten sich beim Europa-Marsch nach Angaben der Veranstalter 4000 Teilnehmer für ein geeintes und freies Europa. Sie demonstrierten «gegen die Rückkehr zu Nationalismus, Abschottung und Konfrontation».

In der polnischen Hauptstadt Warschau sangen Tausende Demonstranten die Europahymne «Ode an die Freude» und schwenkten polnische und Europa-Fahnen. Die Grosskundgebung stand unter dem Slogan «Marsch für Europa: Ich liebe dich, Europa!». Die Regierung in Warschau hatte zuletzt immer wieder Konflikte mit den EU-Partnern ausgetragen.

1957 Grundstein der EU gelegt

Am 25. März 1957 hatten Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg, die Niederlande und die Bundesrepublik Deutschland in Rom die Verträge zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und der Europäischen Atomgemeinschaft unterzeichnet. Damit legten die Staaten den Grundstein für die Europäische Union.

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50 Kommentare

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  • Kommentar von A. Zuckermann (azu)
    Die glücklichsten Menschen leben in: Europa. Die lebenswertesten Städte liegen in: Europa. Die beste Gesundheitsversorgung gibt es in: Europa. Die höchste Lebensqualität: In Europa. Die tiefste Mord und Kriminalitätsrate Weltweit (und seit Jahren rückläufig): In Europa. Die beste soziale Absicherung gibt`s: In Europa! Klar hat mann auch Fehler gemacht… die Austeritätspolitik, den Neoliberalismus. Aber trotzdem, der Europahass ist manchmal schwer zu verstehen.
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    1. Antwort von m. mitulla (m.mitulla)
      Die EU ist ein neoliberales Wirtschaftsprojekt - nicht zu verwechseln mit den schönen und fröhlichen Seiten Europas, seinen sozialen Netzen, seiner vielfältigen Kultur und den vielen Rechten aller Bürger - auch die Bürger der Minderheiten.
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    2. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Die glücklichsten Menschen leben in Island. Auf Rang 4 ist die Schweiz. Auffallend ist, dass es vor allem Länder zwar in Europa, aber nicht in der EU sind!:-) Und Fakt ist, dass die EU nicht = Europa ist. Alle Europäer lieben ihr Europa, aber nicht alle lieben eben die EU. Bitte akzeptieren Sie doch diesen Unterschied!
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    3. Antwort von A. Zuckermann (azu)
      Ach so! Zwischen Europa und der EU besteht also kein Zusammenhang? Hmm… so, so, die EU ist also von einer fremden, elitären Mach gesteuert, die ihre Basis hinter dem Mond hält, damit wir sie nicht sehen… oder wie jetzt? Im Ernst: Wenn Sie Europa lieben, dann sollten Sie es stärken, und nicht schwächen.
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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Klar, die Jugend ist begeistert von der EU- Es gibt gratis Ausbildungen in allen Mitgliedsländern - grenzenlose Freiheit. Viel besorgter sind hingegen diejenigen, denen die Altersrenten, die Gesundheitsversorgung oder die Mitbestimmungsmöglichkeiten gekürzt werden. Auch Sparer, Steuerzahler und Niedriglöhner sind Verlierer - und Verlierer gibt es immer mehr in der EU. Die EU ist ein neoliberales Projekt mit dem Ziel von Privatisierungen und dem Abbau der Destabilisation der sozialen Netze.
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  • Kommentar von Edi Steinlin (stoni)
    An der heutigen Misere in der EU sind eindeutig die Deutschen schuld. Fachleute aus dem ökonomischen Bereich haben in den 90ziger Jahren den deutschen Politikern erklärt, dass man die Mittelmeerstaaten nicht in die Eurozone aufnehmen darf und kann. Wie immer wussten es die Politiker/innen besser, heute versinken diese Staaten in Staatsschulden, Arbeitslosigkeit, Altersarmut usw. die Liste ist lang.
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