EU-Militärausbilder beginnen ihre Mission in Mali

Im Kampf gegen islamistische Rebellen in Mali geht die EU neue Wege. Hunderte Experten und Soldaten bilden im westafrikanischen Land Armeeangehörige in punkto Kriegsführung weiter. Auch Bundesrat Burkhalter will mitmachen.

Britische Soldaten besteigen ein Flugzeug Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Auch britische Soldaten nehmen am EU-Einsatz teil. Im Bild besteigen Armeeangehörige ein Flugzeug Richtung Mali. Keystone

Für mehrere hundert Experten und Soldaten aus der EU hat eine besondere Mission begonnen: 3000 malische Soldaten – etwa die Hälfte der Armee – fit machen für den Kampf gegen islamistischen Rebellen. Der Einsatz im westafrikanischen Land ist vorerst bis Juni 2014 geplant.

Die EU-Militärausbilder würden in vier Gruppen jeweils in einem Militärcamp in Koulikoro stationiert, berichteten malische Medien. Neben technischen Kursen über den Umgang mit Waffen und die Ausführung von Militärmanövern werden in den Kursen auch Themen wie humanitäres Völkerrecht und Schutz der Zivilbevölkerung gelehrt.

Bundesrat Burkhalter will Schweizer Soldaten in Mali

Für diesen Teil der Ausbildung hatte die EU auch die Schweiz angefragt, ob sie sich an der Mission beteiligen könnte. Bundesrat Didier Burkhalter sagte in einem Interview mit dem «SonntagsBlick», er möchte Schweizer Experten nach Mali schicken. Den definitiven Entscheid fällt aber der Gesamtbundesrat.

In Mali kämpfen malische Truppen gegen islamistische Rebellen, die den Norden besetzt hatten. Seit Januar sind französische Truppen in Mali im Einsatz. Sie konnten die bewaffneten Islamisten zurückdrängen. Die Gefechte halten aber an.