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Warnung von Juncker EU zu Trumps Klima-Plänen: «So geht das nicht»

Der Ausstieg aus dem Klimaabkommen sei nicht so einfach, sagt der Präsident der EU-Kommission.

Jean-Claude Juncker.
Legende: Jean-Claude Juncker warnt die USA vor einem Ausstieg aus dem Klimaabkommen. Keystone
  • Die Europäische Union will den drohenden Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimavertrag nicht einfach so akzeptieren.
  • «Es ist die Pflicht Europas zu sagen: So geht das nicht», sagte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in Berlin.
  • US-Präsident Donald Trump will einem Insider zufolge aus dem Pariser Klimavertrag aussteigen und wendet sich damit in einem wichtigen Punkt von der Weltgemeinschaft ab.

Juncker deutete zudem an, dass die USA nicht so leicht aus dem Klimaabkommen aussteigen können. «Also diese Vorstellung, dass man sich einfach von der Bildfläche machen kann, das wird nicht stattfinden», sagte er. Es dauere einige Jahre bis ein Land aus dem Vertrag aussteigen könne.

Mit dem drohenden Rückzug der USA vom Pariser Klimaabkommen scheint die EU stärker auf eine Zusammenarbeit mit China zu setzen. Am Freitag wollen sich die EU und China in einer gemeinsamen Erklärung zur Umsetzung des Abkommens bekennen. Im Entwurf der Erklärung heisse es: «Die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels erfordern eine entschiedene Antwort.»

Der Text der europäisch-chinesischen Erklärung sei weitgehend abgestimmt. Nach Angaben aus Brüssel haben beide Seiten seit der Klimakonferenz in Marrakesch im November – die mit der Wahl Trumps zusammenfiel – daran gearbeitet.

Zusammenarbeit bei erneuerbaren Energien

Laut Entwurf wollen die EU und China sich in dem Papier auch zur engeren Zusammenarbeit bei erneuerbaren Energien oder beim Emissionshandel verpflichten. Das Papier verdeutlicht, dass sie die Führungsrolle beim Schutz des Weltklimas übernehmen wollen. Ausserdem soll die Zusammenarbeit unter anderem in den Bereichen Energieeffizienz und Ökoenergien verstärkt werden.

Chinas Premier Li Keqiang kommt nach einem Deutschlandbesuch am Donnerstag nach Brüssel. Beim EU-China-Gipfel sind am Freitag unter anderen EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Ratspräsident Donald Tusk seine Gesprächspartner.

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78 Kommentare

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  • Kommentar von Ruedi Brunner (hier und jetzt)
    Unsere Regierung könnte anfangen die Hersteller von Geräten zu zwingen für ihre Apparate 20 Jahre lang Ersatzteile zu liefern. So könnten Hunderttausende von Geräten repariert werden. Das wäre mal ein Anfang, als dauernd um den Brei herumzureden.
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  • Kommentar von Ruedi Brunner (hier und jetzt)
    Millionen Tonnen könnten so vermieden werden und mehr Arbeitsplätze gäbe es auch Bei M gibt es einen Heizofen für Fr. 14.95 zu kaufen, mit 2 Jahren Garantie. Wer besteht denn schon wegen 14.95 auf seinen Garantieanspruch? Dazu hat M gar keine Ersatzteile für den Ofen.
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  • Kommentar von Ruedi Brunner (hier und jetzt)
    soll das denn gehen? Etwa indem wir Milliarden von Solaranlagen herstellen, welche bevor sie Amortisiert sind den Geist aufgeben. Den Spruch ( ( Tut mir leid für dieses Gerät gibt es keine, oder keine Ersatzteile mehr.)) von den Gerätehersteller kann ich nicht mehr hören.
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