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Treffen der Rechtspopulisten «Europa braucht Frauke statt Angela»

Deutschland, Frankreich und die Niederlande wählen in diesem Jahr. Die Rechtspopulisten streben den Machtwechsel an.

Legende: Video Kongress der Rechten abspielen. Laufzeit 2:29 Minuten.
Aus Tagesschau vom 21.01.2017.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Spitzen der europäischen Rechten treffen sich, um eine gemeinsame Strategie für die anstehenden Wahlen in mehreren Ländern festzulegen.
  • Laut Marine Le Pen wolle man sich von der EU und dem Euro lossagen.
  • Im Fokus der Kritik steht vor allem die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Frauke Petry, Marine Le Pen, Matteo Salvini, Geert Wilders: Die Prominenz von Europas Rechtspopulisten hat sich in der deutschen Stadt Koblenz zu einem Kongress getroffen. Dort im Fokus: Die diesjährigen Wahlen in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden. Organisiert wurde das Treffen von der deutschen AfD und einer Fraktion des Europaparlaments.

Aus ihrem Ziel machen die Rechtspopulisten keinen Hehl: Sie wollen die Europäische Union beenden. So will der niederländische Rechtspopulist Wilders Strategien gegen eine «Massenimmigration» nach Europa entwickeln. Die Politiker der etablierten Parteien «befördern unsere Islamisierung», sagte der Chef der Partei für Freiheit (PVV).

Kritik an Angela Merkel

Sein Rezept dagegen: «Europa braucht Frauke statt Angela». Vor allem bei AfD-Teilnehmern des Kongresses löste er damit Begeisterungsstürme aus.

Matteo Salvini, Geert Wilders, Marine Le Pen, Frauke Petry.
Legende: Wollen sich von der EU lossagen (v.l): Matteo Salvini (IT), Geert Wilders (NL), Marine Le Pen (FR), Frauke Petry (DE). Reuters

Auch die Chefin des französischen Front National, Marine le Pen, kritisierte die deutsche Bundeskanzlerin scharf. Sie bezeichnete die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel als «Katastrophe». Angela Merkel habe gegen den Willen der Deutschen Hunderttausende Flüchtlinge ins Land gelassen, dies sei eine unverantwortliche Politik.

Weg von EU und Euro

Nachdem die angelsächsische Welt im vergangenen Jahr begonnen habe, für ihre Freiheit zu kämpfen – mit dem Brexit-Votum in Grossbritannien und der Wahl Donald Trumps in den Vereinigten Staaten – sei es nun an Kontinentaleuropa, ihnen zu folgen, so le Pen: Indem man sich von der EU und dem Euro loslöse.

Europa braucht Frauke statt Angela
Autor: Geert WildersChef der Partei für Freiheit

Die Bundesregierung und die EU-Behörden würden ihre Bürger einer Gehirnwäsche unterziehen, sagte AfD-Chefin Frauke Petry. Die Freiheit des Individuums und die kulturellen Errungenschaften der europäischen Staaten seien dadurch bedroht. Eine «geistig-moralische Wende» sei nötig.

Plakat von Demonstranten mit Bildern von Faschisten wie Hitler und Mussolini.
Legende: Vor dem Kongress gab es eine Grossdemonstration. Keystone

Demonstration mit Faschisten-Vergleich

Der Kongress stiess aber nicht nur auf Wohlwollen: Tausende Demonstranten haben mit einer Sitzblockade eine Zufahrtsstrasse zur Kongresshalle blockiert und überlebensgrosse Fotos von historischen Faschisten wie Hitler und Mussolini präsentiert.

Und auch europäische Spitzenpolitiker demonstrieren gegen den Kongress: So haben sich zur Grossdemonstration SPD-Chef Sigmar Gabriel, die Grünen-Vorsitzende Simone Peter und Luxemburgs Aussenminister Jean Asselborn angemeldet.

Die Organisatoren hatten im Vorfeld entschieden, dass Vertreter von ARD und ZDF und namhaften Zeitschriften nicht für eine Berichterstattung zum Kongress zugelassen werden.

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97 Kommentare

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  • Kommentar von H. Wach (H. Wach)
    Ich versuche es trotzdem noch einmal! Wenn es einen „Rechtspopulismus“ gibt, so müsste es doch auch einen „Linkspopulismus“ geben? Ist Pop-Kultur, Pop-Star, Pop-Musik Populismus? Ist Populismus schlecht oder gut? Ja oder nein? Deshalb betrachte ich diesen Begriff als Worthülse des sogenannten „Mainstreams“, der alles u. nichts besagt!
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    1. Antwort von H. Wach (H. Wach)
      Mit diesem Kommentar will ich meine Medienschelte loswerden. Viel wichtiger wäre es, wenn Medien durch Recherchieren den Ursachen u. Auswirkungen nachgeht, warum sich das Volk von den etablierten Parteien abwendet. Warum die zentralistisch geführte EU durch ihre Abkommen versagt hat, sogar versagen musste. Auch die zunehmend negativen Auswirkungen der Globalisierung durch Monopolisierung sollten durch Experten aus Ökonomie, Politologie, Soziologie, Philosophie o. Worthülsen ausgeleuchtet werden.
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  • Kommentar von H. Wach (H. Wach)
    Ich versuche es trotzdem noch einmal! Die Medien haben mit den Worthülsen „Rechtspopulismus“ u. „Faschismus“ einen gefährlichen Informations-Codex eingeschlagen. Wie kann man Menschen, die ihre Loyalität zu ihrer eigenen Nationalität/Verfassung, den eigenen souveränen, kulturellen u. politischen Werten stehen in solch eine Ecke stellen? Solche Menschen (meist aus dem Mittelstand) finden zunehmend kein Podium mehr in den Partei- u. Wirtschafts-Eliten, die dem gefährlichen EU-Faschismus huldigen.
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    1. Antwort von H. Wach (H. Wach)
      Zu diesem Kommentar möchte ich mich konsequent von jeglichem Radikalismus der Parteien um Matteo Salvini (IT), Geert Wilders (NL), Marine Le Pen (FR), Frauke Petry (DE), u.a. vehement distanzieren. Es geht mir um etwas anderes: Es geht um die sog. „Mitte“ aus dem Mittelstand, insbesondere der privat- o. familiengeführten KMU, die zunehmend ihre lokale, regionale, nationale politische u. wirtschaftliche Verantwortung verlieren. Die EU u. globalen Monopole tragen keine nationale Verantwortung!!
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  • Kommentar von Christian Doppler (Christian Doppler)
    In den USA wird D.T. mit 48% Wählerstimmen zum Präsidenten "erhoben". Darauf vereinen sich die Rechtspopulisten Europas zum Wahlkampf. Was bieten uns die Damen und Herren Weltpolitiker als Alternative? Austritt aus Partnerschaften, Menschenverfolgung, Abgrenzung - und vor allem: Die Vergrösserung eigener Machtansprüche. Ich sehe nirgends konstruktive Lösungen, höchstens destruktives Handeln...Weltweit. Und das alles "im Namen des Volkes". 100 Jahre Geschichte - und nichts gelernt...macht Angst.
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