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International Europakritiker sind in England auf dem Vormarsch

Kommunalwahlen in England: Noch sind nicht alle Stimmen ausgezählt. Doch erste Ergebnisse lassen die europakritische Partei Ukip als Gewinner dastehen. Eine Ohrfeige für Tories und Liberaldemokraten.

Legende: Video Grosser Erfolg für EU-Kritiker abspielen. Laufzeit 1:28 Minuten.
Aus Tagesschau vom 03.05.2013.

Früher galten die Liberalen als Protestpartei. Heute ist es die United Kingdom Independant Party (Ukip), welche die Aufgabe übernommen hat. «Die Ukip befindet sich derzeit im Höhenflug», sagt SRF-Korrespondent Martin Alioth. Die ersten Ergebnisse der Kommunalwahlen in England und Wales untermauern diesen Höhenflug.

Camerons Sitz könnte wackeln

Im Schnitt gewann die europakritische Ukip nach Zwischenergebnissen 26 Prozent der Stimmen. Die Stimmenauszählung sollte sich bis zum Abend hinziehen. Das ist seit 1945 das beste Resultat einer vierten Partei neben den dominierenden drei, den Tories, den Liberalen und der Labour-Partei. In sieben bereits ausgezählten Kommunen gewann die Ukip 42 Mandate und damit so viel wie die oppositionelle Labour-Partei.

Eine schwere Schlappe erlitt hingegen die konservative Partei von Premierminister David Cameron in Nordengland bei einer Nachwahl zum Unterhaus. Dort kamen die Tories hinter Labour und Ukip als Dritte ins Ziel.

Die Ukip fordert den Austritt Grossbritanniens aus der EU und ein Ende des ihrer Ansicht nach zu liberalen Zuwanderungsrechts. Das gute Abschneiden der Anti-EU-Partei dürfte bei den Konservativen eine neue Debatte Camerons Führungsstärke  auslösen und dessen Chancen auf eine Wiederwahl 2015 gefährden.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von A. Holenstein, Cross'n'Star
    Und bei uns sonnen sich die Europhilen bis weit in die bürgerliche Mitte an ihrer Blindheit...
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    1. Antwort von Albert Planta, Chur
      Schon aus den verschiedensten Informationsquellen entnahm ich, dass ein EU-Beitritt der Schweiz nicht die geringste Chance hätte. Es sind die Ultrarechten, die den Unbedarften den Mist von einem EU-Beitritt erzählen.
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  • Kommentar von K.D.Waldeck, Bellinzona
    die Qualität einer Beziehung wird erst in schwierigen Zeiten sichtbar. Solange alle gut läuft hinterfragt (fast) niemand die Regeln und Abmachungen. Die Verlierer hoffen auf Hilfe von den Bündnispartnern, diejenigen welche dank sorgfältigerer Ausgabenplanung nicht am Abgrund stehen, sehen nicht ein weshalb sie sich durch starke Verschuldung selbst in Gefahr bringen sollen. Die EU steht wegen ihrer (hirn- und) bedingungslosen Erweiterungspolitik vor einer grossen ZERREISPROBE.
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  • Kommentar von Hans Haller, Kölliken
    Es scheint nun gerade mal so, dass es wieder akzeptiert ist, nicht für die EU zu sein. Bisher wurden solche Stimmen und Voten förmlich unterdrückt, wen nicht gar zensuriert. Echt mutig, weiter so !!!
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