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Neuer Anschlag in Kabul Explosion bei Begräbnis – viele Tote

Drei Tage nach dem verheerende Anschlag mit 90 Toten ist Kabul erneut Schauplatz einer Terrorattacke.

Menschen fliehen in Panik nach einer Explosion bei einer Begräbnisfeier.
Legende: Menschen fliehen in Panik nach einer Explosion bei einer Begräbnisfeier. Keystone
  • Bei drei Bombenexplosionen während eines hochrangig besuchten Begräbnisses in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind zahlreiche Menschen ums Leben gekommen.
  • Die Angaben zur genauen Anzahl der Todesopfer sind widersprüchlich: Die Agenturen berichten von sechs bis 20 Toten.
  • Mindestens 87 weitere Menschen seien mit Verletzungen in Krankenhäuser gebracht worden, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Wahidullah Madschroh.
  • Zu den Tätern gab es unmittelbar keine Hinweise. Die radikalislamischen Taliban wiesen in einer Botschaft über einen Whatsapp-Kanal jegliche Beteiligung zurück. Es ist bereits der dritte schwere Sicherheitsvorfall in der afghanischen Hauptstadt seit Mittwoch.

Die Explosionen fanden während der Beerdigung von Mohammad Salem Isedjar statt, dem Sohn des stellvertretenden Senatspräsidenten. Der Sohn war am Freitag während einer Demonstration für mehr Sicherheit im Land getötet worden.

Erst am Mittwoch waren bei der Explosion einer massiven Lastwagenbombe in unmittelbarer Nähe der deutschen Botschaft mitten im Diplomaten- und Regierungsviertel von Kabul mindestens 90 Menschen getötet und rund 460 weitere verletzt worden. Ein Gebäude der deutschen Botschaft wurde schwer beschädigt, eine deutsche Diplomatin leicht und eine afghanische Mitarbeiterin der Botschaft schwer verletzt. Ein afghanischer Wächter wurde getötet.

Bei emotionalen Demonstrationen für mehr Sicherheit im Land und gegen die Regierung von Präsident Aschraf Ghani und Regierungsgeschäftsführer Abdullah Abdullah waren am Freitag sieben Menschen getötet und sieben weitere verletzt worden.

Legende: Video Folgenschwerer Anschlag in Kabul abspielen. Laufzeit 01:35 Minuten.
Aus Tagesschau vom 31.05.2017.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Marcel Chauvet (xyzz)
    Der islamistische Feind sitzt im Land selber, sei es in Frankreich, Großbritannien oder hier in Afghanistan. Außerdem braucht der IS für den Terror keinen realen Staat, er existiert virtuell online und ist dabei äußerst effektiv. Das ist eine Hydra, wenn sie einen Kopf verliert, wachsen an dessen Stelle zwei neue und der Kopf in der Mitte ist der islamistische Fanatismus.
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  • Kommentar von Marcel Chauvet (xyzz)
    Trump hat seine größte nicht-atomare Bombe auf ein vermutetes Versteck der IS-Terrormiliz in Afghanistan abgeworfen. Scheint wohl weder eine abschreckende Wirkung gehabt zu haben, noch wirklich Terror bekämpfen zu können. Im Gegenteil, jetzt bekommt man es in Afghanistan mit den schrecklichsten Terroranschlägen ohne Ende zu tun. Das einzige was man tun kann ist, diesem Land militärisch und wirtschaftlich so unter die Arme zu greifen, dass es nicht vollends im Chaos versinkt.
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Seit die USA in den 1980ern unter Reagan Gotteskrieger als Söldner engagierten und von den Saudis finanzieren und ideologisch prägen liessen, kommt Afghanistan nicht mehr zur Ruhe. Radikalere Islamisten lösen andere ab. Konstant bleibt meist nur die Opiumproduktion (mit der vieles finanziert wird und die CIA als Logistikunternehmen kräftig mitmischt) und die Unterdrückung der Einheimischen. Aber dies ist den diversen Gruppen völlig egal. Das Leid tragen Frauen, Kinder und auch manche Männer.
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