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Explosion mit drei Verletzten Nach Bombenanschlag in Monaco: Spur führt nach Deutschland

  • Nach dem Bombenanschlag auf eine ukrainische Familie in Monaco fahnden die Behörden mit internationalem Haftbefehl nach einer Ukrainerin mit letztem offiziellen Wohnsitz in Deutschland.
  • Die Ermittler gehen davon aus, dass die Verdächtige von weiteren Personen unterstützt wurde.

Anders als zunächst angenommen, handelt es sich bei der verdächtigen Person um eine Frau, die sich als Mann verkleidet haben soll. Das teilte der stellvertretende Staatsanwalt von Monaco, Morgan Raymond, am Freitag mit.

«Nach ersten Erkenntnissen und Ermittlungen der monegassischen Strafverfolgungsbehörden hatten sich Bezüge nach Hessen ergeben», teilte das Landeskriminalamt (LKA) Hessen mit. Am Donnerstag sei im Rahmen eines Rechtshilfeersuchens eine von der 39 Jahre alten Ukrainerin angemietete Wohnung im Main-Taunus-Kreis durchsucht worden. «Des Weiteren wurde ein von ihr genutztes Fahrzeug durchsucht und sichergestellt.»

Die Frau stehe im Verdacht, an der Tat beteiligt gewesen zu sein, schreibt das LKA. Beweismittel seien an die monegassischen Behörden übergeben worden. «Die gesuchte Frau befindet sich aktuell auf der Flucht.»

Szene mit Polizeiabsperrung und bedecktem Bereich vor einem Gebäude.
Legende: Die Polizei fahndete in Monaco und Frankreich nach einem Verdächtigen, der dabei beobachtet worden war, wie er eine Tasche oder ein Paket in der Eingangshalle des Gebäudes abgestellt hatte. Keystone/EPA/SEBASTIEN NOGIER

Die Verdächtige soll am Montagabend gegen 21 Uhr vor einem Wohnhaus zwischen dem Boulevard d'Italie und der Rue du Révérend Père Louis Frolla ein Paket abgelegt haben. Als die Bewohnenden der Erdgeschosswohnung nach Hause kamen, wurde der darin versteckte Sprengsatz laut Staatsanwaltschaft per Fernzündung ausgelöst.

Drei Personen wurden verletzt, zwei von ihnen schwer. Bei den Opfern handelt es sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft um den aus der Ukraine stammenden Geschäftsmann Wadym Jermolajew, seine Lebenspartnerin und seinen Sohn. Jermolajew erhielt 2019 die zyprische Staatsbürgerschaft und lebt im Exil. 2023 wurde er von der Ukraine sanktioniert. Ukrainische Medien begründeten diese mit Geschäften auf der von Russland annektierten Krim.

Ermittler vermuten mehrere Beteiligte

Die Verdächtige soll laut Staatsanwaltschaft ein Auto mit deutschem Kennzeichen benutzt haben, das über Italien und weitere Länder nach Monaco gelangt sei.

Die Ermittler gehen davon aus, dass sie die Tat nicht allein plante oder ausführte. Die Art, wie der Sprengsatz gebaut sei, spreche dafür, dass weitere Personen daran beteiligt gewesen seien, sagte Raymond. Deshalb suchen die Behörden nach möglichen Komplizen und Hintermännern.

Zwei Männer, die in den Tagen zuvor festgenommen worden waren, kamen inzwischen wieder frei. Der Tatverdacht gegen sie erhärtete sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht.

Fürst Albert II. bezeichnete den Anschlag als «abscheuliche Tat».

SRF 4 News, 03.07.2026, 14 Uhr ; 

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