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Schweizer Kleinbus in Frankreich verunfallt
Aus Tagesschau vom 25.03.2016.
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International Fahrt aus der Schweiz nach Portugal endete tödlich

Bei der Kollision eines Kleintransporters aus der Schweiz mit einem Lastwagen sind in Zentralfrankreich zwölf Personen ums Leben gekommen. Die Opfer waren in den Kantonen Freiburg und Waadt wohnhaft.

Karte Frankreichs mit der Unfallstelle
Legende: Der Unfall ereignete sich nahe der Stadt Moulins im Département Allier. SRF

Bei der Kollision eines Kleintransporters aus der Schweiz mit einem Lastwagen sind in Zentralfrankreich zwölf Personen ums Leben gekommen. Am Steuer Unfallwagens sass ein 19-Jähriger, der den heftigen Zusammenstoss als einziger Fahrzeuginsasse überlebte. Die beiden Fahrer des Camions sind nur leicht verletzt worden.

Bei den Todesopfer handelt es sich um portugiesische Staatsangehörige, die in der Schweiz wohnhaft waren. Neun der Opfer wohnten in der Stadt Freiburg, drei im Kanton Waadt. Das gab die Freiburger Kantons-Polizei an einer Medienkonferenz bekannt.

Insgesamt waren 13 Personen an Bord des verunfallten Kleinbusses, die Identität der 13. Person konnte noch nicht geklärt werden. Die Regierungen der Kantone Freiburg und Waadt haben den Familien der Opfer in einer Mitteilung ihr tiefstes Beileid ausgesprochen.

Unfall kurz nach Mitternacht

Die Gruppe war vom freiburgischen Romont aus unterwegs nach Trancoso in Portual, um Ostern mit der Familie zu verbringen. Kurz vor Mitternacht geriet der Fahrer bei Montbeugny in Zentralfrankreich auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit einem Lastwagen. Die französische Justiz hat eine Untersuchung eröffnet.

Der Unfallwagen soll ein umgebauter Kleintransporter gewesen sein. Zunächst hatte es geheissen, ein Minibus sei verunfallt. Tatsächlich handelte es sich aber um einen umgebauten Kleintransporter, dessen Ladefläche mit Ausnahme der Schiebetür keine Fenster hatte. «Die Ermittlungen werden zeigen müssen, ob das Fahrzeug zwölf Menschen befördern durfte», hiess es weiter.

Der 19-jährige Lenker des Transporters wurde negativ auf Alkohol getestet. Er erlitt einen Handgelenksbruch und steht unter Schock. Nach seiner Einweisung ins Spital wartet er nun auf seine Vernehmung, so der Staatsanwalt de Moulins.

Gefährliche Strecke

Die Strasse, auf welcher sich der Unfall ereignete, ist bekannt für ihre Gefährlichkeit. Wie die Behörden erklärten, ist die Strasse ziemlich monoton und die Höchstgeschwindigkeit ist auf 90km/h begrenzt: «Es gibt jene, die dabei am Steuer einschlafen und jene, die ungeduldig werden.» Es gebe kaum Möglichkeiten zum Überholen. Seit Jahrzehnten werde über den Bau einer zweiten Fahrspur diskutiert.

2007 kamen bereits 26 polnische Pilgerer auf der besagten Strasse ums Leben, als ihr Car von der Strasse abkam. 1995 starben 23 Personnen, nachdem ein spanischer Reisecar gegen einen Lastwagen prallte.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Hadrian Han  (EU ist die einzige Lösung)
    Zuerst mein Herzliches Beileid and die Angehörigen dieser Menschen aus einem ganz tollen Land. Die Geschichte wird die PFZ als "Sklaverei" des 21. Jahrhunderts beschreiben. Menschen aus einem sehr armen Land arbeiten zu (schlechten) Bedingungen in der arroganten Schweiz, für einen Osterurlaub steht nur ein Transporter ohne Fenster zur Verfügung, 1750 km gefahren wird auch nachts, womöglich überladen von einem noch unerfahrenen (vielleicht übermüdeten) Fahrer. Ist das noch Würde und Freiheit?
  • Kommentar von martin reiser  (martin reiser)
    Absolut verantwortungslos, mit einem derartigen Fahrzeug solche Distanzen überwinden zu wollen, quer durch Frankreich, quer durch Spanien - notabene hin und zurück.
  • Kommentar von Christa Wüstner  (Saleve2)
    An die Opfer, vor allem an die Angehörigen zu denken ist wohl wichtiger, als die technischen Details des Unfalls herauszufinden. Eine schwere Zeit für sie.