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International Fast 100-jähriger Flüchtling geht in Sizilien an Land

Normalerweise flüchten eher junge Männer über das Mittelmeer nach Italien. Jetzt wagte ein deutlich älterer Mann die gefährliche Überfahrt.

Mit fast 100 Jahren hat sich ein syrischer Flüchtling auf den Weg über das Mittelmeer nach Europa gemacht. Ahmad, 98 Jahre, sei 13 Tage auf dem Meer unterwegs gewesen, berichtete die Mitarbeiterin von Ärzte ohne Grenzen Italien, Chiara Montaldo, via Twitter.

Er sei aus Syrien geflüchtet und von Ägypten nach Sizilien gekommen. «So viel Mut oder zu viel Angst», schrieb Montaldo in ihrem Tweet.

Die Hilfsorganisation Save the Children gab an, dass der Mann 93 Jahre alt sei. «Es scheint ihm gut zu gehen, er ist ziemlich munter», sagte Sprecherin Giovanna Di Benedetto. Er sei mit seinem Sohn, seiner Schwiegertochter und deren Kindern unterwegs gewesen. Wie italienische Medien berichteten, habe der Mann nach seiner Ankunft gleich mit Kindern gespielt.

Die meisten Flüchtlinge, die den gefährlichen Weg über das Mittelmeer auf sich nehmen, sind Männer zwischen 20 und 40 Jahren. Es sei ungewöhnlich, dass ein so alter Mensch unter ihnen sei, sagte Di Benedetto.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Ursula Morf, Thun
    Das ganze gegenwärtige globale Flüchtlingsgeschehen ist absurd. Es wird der westlichen Welt früher oder später um die Ohren fliegen. Dann ist es jedoch zu spät und niemand wird dafür die Verantwortung übernehmen. Ist es Dummheit, dass der Westen so selbstzerstörerisch handelt? Kann sich denn wirklich niemand die Folgen dieses Geschehens ausmalen? Oder steckt dahinter doch ein Kalkül?
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  • Kommentar von C. Szabo, Thal
    Aus allen hoffnungslosen Krisengebieten fliehen zuerst die starken, arbeitsfähigen Menschen. Das ist schon seit Anbeginn der Menschheit so. Selbst Tiere verhalten sich so. Also ein überaus natürliches, angeborenes Verhalten. Doch wenn ein älterer Mensch noch fit genug ist und er sich mit der Familie verbunden fühlt, ist es sein gutes Recht zu fliehen. Vor Ende des 2. WK's flohen auch ganze Familien aus Ostgebieten, weil sie Terror und Vergeltung fürchteten. Also gar nichts Aussergewöhnliches.
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  • Kommentar von Christa Wüstner, Reinach
    Ich schrieb gestern zu hart als ich schrieb: man kann doch Grossvater nicht in einemAltersheim zurücklassen. Damit meinte ich, es ist die Tragik vieler Flüchtlinge. Steht Ihr mal vor so einer Entscheidung, also musste er mit und hat es überstanden.
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