Ferguson: 12 Geschworene beraten über Klage

Nach über zehn Tagen mit Krawallen und Ausschreitungen scheint sich die Lage in Ferguson, Missouri, allmählich zu entspannen. Die aufgebotene Nationalgarde ist wieder abgezogen worden. Ein Geschworenengericht beginnt mit der Aufarbeitung der Tragödie.

Polizeipatrouille in Ferguson. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Geordneter Rückzug in Ferguson, Missouri. Reuters

Zwar flauen die Proteste in der Stadt Ferguson langsam ab, dennoch ist der Fall nach den tödlichen Schüssen auf Michael Brown noch längst nicht abgeschlossen.

Zwölf Geschworene nahmen die Beratungen darüber auf, ob ein Verfahren gegen den Todesschützen eröffnet wird. Über die Zusammensetzung des Gremiums ist bislang nichts bekannt. Die Entscheidung der 12 Laien könnte sich Wochen hinziehen.

Nationalgarde zurück in den Kasernen

Nach der Beruhigung der Proteste hat der Gouverneur des US-Bundesstaates Missouri die Nationalgarde wieder ab beordert. Die Situation im Vorort der Metropole St. Louis habe sich «stark verbessert», teilte Jay Nixon mit.

Die Nationalgarde habe ihren begrenzten Auftrag, das Einsatzzentrum der Polizei vor gezielten Angriffen zu schützen, erfolgreich erfüllt. Nixon hatte die Soldaten am Montag nach mehreren Nächten gewaltsamer Zusammenstösse zwischen Polizisten und Demonstranten als Unterstützung angefordert.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Justizminister Holder zu Besuch in Ferguson

    Aus Tagesschau vom 21.8.2014

    Zweieinhalb Wochen nach dem Tod eines schwarzen Jugendlichen ist nun US-Justizminister Eric Holder in Ferguson zu Besuch. Er soll die Situation in der US-Kleinstadt beruhigen. Bei mehreren Treffen hat er eine faire Untersuchung der tödlichen Polizeischüsse versprochen.