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International Flog die Boeing 777 noch vier Stunden weiter?

Die von einem chinesischen Satelliten entdeckten Objekte im Meer stammen nicht vom verschollenen Flugzeug der Malaysia Airlines. Derweil gibt es Spekulationen, dass die Maschine noch vier Stunden nach dem letzten Kontakt weitergeflogen sein soll.

Legende: Video Neue Spekulationen um verschollenes Flugzeug abspielen. Laufzeit 1:36 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 13.03.2014.

Zurück auf Feld eins: Die verdächtigen Trümmerteile, die ein chinesischer Satellit am Sonntag aufgenommen hatte, sind nicht mehr zu finden. Dies sagte der Chef der malaysischen Zivilluftfahrt. Die Behörden tappen weiterhin im Dunkeln.

Aus Peking kam zu den Trümmerteilen südlich von Vietnam eine andere Mitteilung. Die schwimmenden Objekte stammten nach chinesischen Erkenntnissen nicht von dem verschollenen Flugzeug, sagte eine Sprecherin von Chinas Luftverkehrsbehörde: «Wir haben bestätigt, dass sie mit dem Flugzeug nichts zu tun haben.» Wie die Experten zu dem Schluss gekommen sind, sagte die Sprecherin nicht.

Die Malaysia Airlines-Maschine mit 239 Menschen an Bord verschwand am frühen Samstag eine Stunde nach dem Start zwischen Malaysia und Vietnam vom Radar und ist seitdem spurlos verschwunden.

Noch vier Stunden weitergeflogen

Das «Wall Street Journal» meldete unter Berufung auf US-Luftfahrt- und Geheimdienstexperten, die Maschine sei noch vier Stunden nach dem letzten Radarkontakt weitergeflogen. Die Triebwerke hätten so lange noch automatisch Daten übermittelt. Bislang hiess es, es habe keine automatischen Mitteilungen von der Maschine gegeben.

Nach Angaben des «Wall Street Journal» funken Triebwerke automatisch Daten, die bei der routinemässigen Wartung ausgewertet werden. Auch von Flug MH370 seien solche Daten aufgefangen worden. Das widerspricht allen bisherigen Beteuerungen der Ermittler.

Völlig unklar an diesem Szenario wäre, wieso die Piloten sich nicht meldeten, und weshalb die Maschine nicht auf Radarbildern zu sehen war. Nach Angaben der Zeitung kann der Pilot alle nötigen Sender manuell ausschalten. In vier Flugstunden hätte die Boeing 400 Kilometer fliegen
können, bis zur pakistanischen Grenze, wie die Zeitung schreibt.

Die Regierung von Malaysia hat diese Meldung inzwischen dementiert. Sie habe keine derartigen Informationen. «Diese Berichte sind nicht korrekt», sagte Transportminister Hishammuddin Hussein.

China macht Druck

Die chaotische Informationslage und die vielen widersprüchlichen Aussagen haben international Kritik an den malaysischen Ermittlern ausgelöst. Chinas Regierungschef Li Keqiang verlangte, dass die Suche verstärkt werde. An Bord waren 154 chinesische Staatsbürger.

Die Koordination der Bemühungen aller Seiten müsse ausgeweitet werden, sagte er zum Abschluss der Jahrestagung des Volkskongresses vor den Medien. «Solange es nur einen Funken Hoffnung gibt, werden wir die Suche nach dem Flugzeug nicht aufgeben.»

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Claudio Beeler, Bonaduz
    Wenn wir den beiden Frauen und deren Aussagen, dass der eine Pilot im Cockpit geraucht und seiner " Schwanzgesteuerten Tätigkeiten" Glauben schenken können, dann entsteht leicht der Verdacht, dass der jüngere CO-Pilot manuell die beiden Funksysteme abgeschaltet hat und es somit zu Diskussionen und eventuell sogar Streitigkeiten geführt haben kann.
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    1. Antwort von R.Anderegg, Zürich
      Auch nur eine Spekulation, die ich von allen Spekulationen am wenigsten wahrscheinlich halte. Warten wir doch mal den Personenchek der 239 Passagiere ab. Ein inhaftierter Terrorist will wissen, dass die Boeing von einem fünfköpfigen Terrorkommando per Schuhbombe zum Absturz gebracht wurde. Immerhin warnten US-Behörden am 20. Februar vor neuartigen Schuhbomben in Passagierflugzeugen weltweit.
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  • Kommentar von R.Anderegg, Zürich
    Schon interessant, da wird immer von Hull Crash gesprochen, nur weil es dazu von US Behörden für die Boeing 777 eine Warnung gab. Darüber das US Behörden im Februar vor neuartigen Schuhbomben auf Passagierflugzeugen gewarnt haben, darüber höre ich hier und in anderen Medien kaum ein Wort. In Kombination mit einer Entführung und weil bisher keine Trümmer gefunden wurden, ist eine Bombenexplosion nach Entführung in großer Höhe nicht auszuschliessen. Kleinste Wrackteile und grosse Streuung.
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    1. Antwort von Urs Keller, Binningen
      Nun, es ist naheliegend wenn Boeing selbst eine Risswarnung im Bereich des Responders bei den 777 herausgibt und die Nase dieses Flugzeuges bei einem Unfall vor zwei Jahren in Shanghai Pudong zertrümmert wurde. Das Verschwinden der betroffenen Boeing 777-200 ist offenbar nicht der erste Vorfall rund um das Flugzeug. Wie das Aviatikportal «Aeroteleraph» berichtet.
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    2. Antwort von R.Anderegg, Zürich
      Anhand der Indizien werden technische Probleme immer unwahrscheinlicher als Ursache. Einfach so auf 13.700m aufzusteigen, einen Bogen um 90° zu steuern, um danach auf 7000m abzusinken und konstant Richtung Nordwesten zu fliegen hat keine technische Ursache. Wer präzis auf Flugrouten Richtung Europa und Nahost fliegt, der hätte ebenso konstant auf auf einer Route zurück nach Kuala Lumpur fliegen können, bei einem technischen Problem, anstatt immer weiter auf den offenen Ozean hinaus.
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  • Kommentar von Urs Keller, Binningen
    Der Pilot musste die Maschine bei einem Hull crash wegen dem Sauerstoff sofort auf eine tiefere Flughöhe bringen. Er wollte zurück fliegen konnte aber mit fast vollen Tanks keine Bruchlandung riskieren wegen der Feuergefahr, Er hat die Maschine ausgeflogen solange er konnte aber offensichtlich war die Steuerung in mitleidenschaft gezogen. Ist der Flieger vor einer gezielten Bruchlandung zerfallen? und warum hat er kein Treibstoff abgelassen ?
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