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Kampf um IS-Hochburg Rakka Flüchtende sterben bei Luftangriff

Dieses Standbild aus einem IS-Video von Ende Mai soll Schäden der Luftangriffe auf Rakka zeigen.
Legende: Szene aus einem IS-Video von Ende Mai Das Bild soll Schäden der Luftangriffe auf Rakka zeigen. Keystone
  • Bei einem Luftangriff der Anti-IS-Koalition sind in der nordsyrischen Stadt Rakka 21 Menschen getötet worden.
  • Es handle sich bei den Getöteten um Zivilisten, die vor der Terrormiliz IS hätten flüchten wollen, meldet die «Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte» in Grossbritannien.
  • Die Menschen seien getroffen worden, als sie auf dem Fluss Euphrat in kleinen Booten unterwegs gewesen seien oder am Ufer auf die Überfahrt gewartet hätten.

Die Anti-IS-Koalition besteht unter anderem aus den USA, Deutschland und zahlreichen weiteren westlichen Staaten.

Sie unterstützt aus der Luft Rebellen, die die Grossstadt Rakka zurückerobern wollen.

Diese befindet sich seit 2013 in der Hand des IS. Bald soll eine Grossoffensive zur Vertreibung der Dschihadisten aus der Stadt beginnen.

Zehntausende Bewohner sind darum bereits geflüchtet oder wollen dies noch tun.

Tote auch in Mossul

Bei ihrer Flucht aus der umkämpften Stadt Mossul im Irak sind nach Angaben der UNO mindestens 163 Zivilpersonen IS-Terrormiliz getötet worden. Die Leichen von Männern, Frauen und Kindern hätten am Montag immer noch in den Strassen des Viertels Al-Schira im Westen von Mossul gelegen.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Spannend wird es erst dann richtig in Europa, wenn die "moderaten Rebellen" in Syrien nach einer absehbaren Niederlage als angebliche "Flüchtlinge" an die Türen der westlichen Wertegemeinschaft klopfen und mit allem was sie auf dem Kerbholz haben sofortigen Einlass, Asyl und reichlich Sozialhilfe fordern. Dagegen ist die jetzige Flüchtlings- und Terrorismusdiskussion in Europa dann nur "Peanuts".
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Bereits ist mit Syrien wieder ein einstmals funktionierendes und einigermassen florierendes Land sehr stark gefährdet. Der Mehrheit der Bevölkerung dürfte es egal gewesen sein, ob Syrien jetzt demokratisch oder diktatorisch geführt wurde. In Nahost ist die "Diktatur" sowie so vorherrschend, gerade in dem vom Westen so hofierten ultrareichen Ländern KSA, Katar etc. Im Grunde geht es immer um Optimierung von Geschäften und Strategien. Was Bevölkerungen dazu sagen, ist meist irrelevant.
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    1. Antwort von Astrid Meier (Swissmiss)
      "Sehr stark gefährdet" ist doch etwas beschönigend, wenn man bedenkt dass die Hälfte der syrischen Bevölkerung auf der Flucht sind. Und es ist der Mehrheit der Bevölkerung in Syrien und auch Ägypten keineswegs egal, ob sie von Diktatoren regiert werden, die einen bei der geringsten kritischen Bemerkungen oder wegen eines Witzes verhaften, verschleppen, foltern oder töten lassen können. Tatsächlich ist es der Westen welcher diktatorische Regimes fördert und stützt.
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    2. Antwort von Cherubina Müller (Fabrikarbeiterin)
      Herr Szabo hat recht; es wird ein Krieg gegen eine Regierung geführt welche von einer grossen Mehrheit der Syrer unterstützt wird. World Tribune 2013; NATO data: Assad winning the war for Syrians’ hearts and minds. Die syrische Regierung wurde nach zwei Jahren Krieg von 70% der Syrer unterstützt, 20% hatten eine neutrale Einstellung ihr gegenüber. Der Krieg gegen die syrische Regierung ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und den Willen der Bevölkerungsmehrheit.
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  • Kommentar von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
    Nach dem das Ziel Assad zu beseitigen in die Ferne gerückt ist, kämpft die angebliche Anti-IS-Koalition für die Spaltung Syriens, wobei der Ostteil der Kontrolle Assads entzogen werden soll. Was diese Koalition in Syrien macht, ist um einiges schlimmer und verbrecherischer als das, was Putin vorgeworfen wird, in der Ukraine zu tun. Es geht den westlichen Mächten weder um Demokratie, Menschenrechte noch das Wohl der Bevölkerung Es geht nur um Eigeninteressen und geostrategischen Machtspielen.
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