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International Flüchtlingsstrom nach Italien schwillt an

Italien sieht sich einem wachsenden Ansturm von Flüchtlingen gegenüber. Hunderte Menschen sind allein in den letzten Tagen vor den Küsten Siziliens gestrandet. Zehntausende haben sich seit Beginn des Jahres in Nordafrika auf den Weg gemacht.

Menschen auf Booten
Legende: Im Vergleich zu 2012 hat sich die Zahl der Flüchtlinge nach Italien verdreifacht. Keystone/Archiv

Der starke Flüchtlingsstrom nach Italien reisst auch wegen der ruhigen Wetterlage im Mittelmeerraum nicht ab. Italiens Küstenwache sicherte in weniger als 24 Stunden mehrere Boote mit zusammen etwa 600 Migranten.

Fluchtpunkt Sizilien

Vier Flüchtlingsschiffe mit 466 Einwanderern sind der Küstenwache zufolge an den Küsten Siziliens gelandet, ein weiteres erreichte mit 118 Afrikanern an Bord die Küste Lampedusas.

Zwei der Flüchtlingsschiffe waren offenbar in Seenot, als die Küstenwache intervenierte. Eines der Schiffe habe Schlagseite gehabt, ein Schlauchboot sei bereits fast gesunken gewesen. Eines der geretteten Boote hatte nahezu 250 Menschen an Bord, die nach Porto Empedocle auf Sizilien gebracht wurden.

Zahl gegenüber 2012 verdreifacht

Die Flüchtlinge sollten denn auch überwiegend auf Sizilien untergebracht werden, wie italienische Medien berichten. Sie kommen unter anderem aus Subsahara-Afrika, Afghanistan und Pakistan. In diesen Wochen brechen praktisch täglich Migranten in Nordafrika auf, um europäischen Boden zu erreichen. Die Wetterbedingungen waren für das Übersetzen von Nordafrika nach Italien in den vergangenen Wochen günstig.

Insgesamt wurden seit Jahresbeginn nun bereits mehr als 22'000 Menschen gezählt, die illegal über das Mittelmeer nach Italien gelangten. Dies sind drei Mal mehr als im gesamten Jahr 2012.

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Heidi Zuber, Ostermundigen
    Liebe Kommentatoren, wie hat doch Papst Franziskus gesagt, als er kürzlich die Einwanderer besuchte in Lampedusa: Wir müssen wieder lernen zu weinen und traurig zu sein, über das Elend dieser armen Menschen. Seien Sie gegrüsst.
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    1. Antwort von A.Käser, Zürich
      @H.Zuber/Nein,wir MUESSEN NICHT lernen zu weinen und traurig zu sein.JEDES Weinen und JEDE Traurigkeit ist ein Weinen/eine Traurigkeit zu viel.Von Natur aus sind wir Wesen,die nach Freude,Liebe und Glück streben.Das ist ein Grundrecht jedes Menschen.Das EINZIGE was wir MUESSEN,ist die VOLLE VERANTWORTUNG für UNSER TUN zu erkennen und zu übernehmen.NICHT für das TUN Anderer.LIEBE IST FREI!Wir müssen uns selbst lieben und dazu braucht es keine Ausbeutung anderer.Erkenne Liebe und Wahrheit
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Unbedingt die Notbremse ziehen und Schengen abschaffen. Sonst haben wir mit den Scheinflüchtlingen aus den muslimischen Ländern bald auch die Scharia in Europa.
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    1. Antwort von Thomas Wanner, Aarau
      Sehr gute Idee, Frau Zenger, machen Sie es - schaffen Sie Schengen ab; go for it babe, do it. Bitte berichten Sie uns in der Folge über den Erfolg Ihrer Massnahmen. Die Leser sind gespannt, was Sie unternehmen werden. (Falls wir nichts mehr von Ihnen hören, müssen die Leser vermuten, dass Sie nur eine Stammtischschwätzerin sind.)
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    2. Antwort von A.Käser, Zürich
      @T.Wanner/Nein,Sie wissen genau,dass der Kommentar von Frau Zelger kein Stammtischgeschwätz ist.Die die für dieses Desaster die Verantwortung tragen,nehmen sie nicht wahr.Die die diesem Drama ENDLICH entgegenwirken sollten,verfügen über die dafür notwendigen finanziellen Mittel(Steuer-Gelder)und tun nichts dagegen.Im Gegenteil,in einem"verlogenen"Doppelspiel,lassen sie zu,dass sich dadurch die Bevölkerungen der westlichen Industrienatinonen entstabilisieren/desolodarisieren.Teile und herrsche!
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Wow, da können wir uns ja wieder auf einen gewaltigen Tsunami gefasst machen. Italien wird sie wohl alle in die Schweiz lassen. Und die herzensgute Justizministerin aus dem Hause SP wird sie alle voller Barmherzigkeit aufnehmen und nur ungern wieder zurückschicken.
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