Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

Forscher entwickeln Rezept KI designt dir deinen Lieblingsburger

  • Forscher haben eine KI entwickelt, die das optimale Rezept für Burger zusammenstellen soll.
  • Ob Pilz-, Fisch- oder klassischer Hamburger, hängt ganz von den Präferenzen der Nutzer ab – etwa in Bezug auf Geschmack, Nachhaltigkeit oder Nährstoffgehalt.
  • Die KI-Rezepte bestanden auch den Test bei Restaurantbesuchern, wie die Forscher der Stanford University im Fachjournal «npj Science of Food» schreiben.

Die Software berechnete nach mathematischen Prinzipien nicht nur den Geschmack eines Burgers, sondern auch seine Textur, seinen Nährstoffgehalt und seine Nachhaltigkeit – also Umweltverträglichkeit –, und dies für verschiedene Altersgruppen, Geschlechter und Lebensstile eines Konsumenten.

Die Studie im Fachjournal «npj Science of Food»

In Geschmack, Textur und im Gesamturteil waren die KI-Burger dem etablierten Burger-Klassiker mindestens ebenbürtig, wie die Bewertungen auf einer siebenstufigen Skala ergaben.

Person isst einen doppelten Hamburger.
Legende: «Jahrhunderte lang war die Gestaltung von Essen eine Sache von Intuition, Erfahrung und von Versuch und Irrtum», sagt Kuhl. «Wir fangen an zu zeigen, dass KI die Gestaltung von Essen in eine quantitative Wissenschaft übertragen kann.» (Symbolbild) KEYSTONE/DPA/Sina Schuldt

«Die KI hat nicht nur akzeptable Burger-Rezepte erstellt, sondern sie schuf Burger, die echte Menschen geniessen», erläutert die Biotechnik-Ingenieurin Ellen Kuhl. «Das mag simpel klingen, bedeutet aber, dass das Modell gelernt hat, was Nahrung für den menschlichen Gaumen reizvoll macht.»

10 Septillionen mögliche Rezepte

Box aufklappen Box zuklappen

Der moderne Hamburger sei im späten 19. Jahrhundert als simple Kombination von Hackfleisch und Brot entstanden, schrieb Kuhl jüngst im Fachblatt «Computer Methods in Applied Mechanics and Engineering». Zwar würden inzwischen alleine in den USA pro Jahr 50 Milliarden Hamburger verspeist, aber die Kombinationsmöglichkeiten der verschiedenen möglichen Burgerzutaten seien weitgehend unerforscht.

Kein Wunder: Die Zahl der möglichen Burgerrezepte weltweit schätzt das Team in «npj Science of Food» auf 10 Septillionen – das ist eine 1 mit 43 Nullen. Um etwas Ordnung in diese schier endlosen Kombinationsmöglichkeiten verschiedener Lebensmittel zu bringen, entwarfen Kuhl und zwei Kollegen das öffentlich zugängliche Online-Tool BurgerAI – trainiert an 2216 Rezepten.

Meistgelesene Artikel