«Fortschritte» im Streit zwischen Serbien und Kosovo

Wie soll das Abkommen zwischen Kosovo und Serbien im Detail aussehen? Darüber waren sich die beiden Parteien länger nicht einig. Jetzt kommt Bewegung in die verfahrene Situation.

Dacic, Ashton und Thaci. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: EU-Aussenbeauftragte Ashton (M). konnte wohl zwischen Serbiens Premier Dacic (l.) und Kosovos Premier Thaci vermitteln. Keystone

Im Streit zwischen Serbien und Kosovo gibt es nach Angaben der EU Bewegung. Beide Seiten hätten in den vergangenen Wochen auf dem Weg hin zu einer Normalisierung der Beziehungen «konkrete Fortschritte erzielt», sagte die EU-Aussenbeauftragte Catherine Ashton.

Sie äusserte sich am frühen Morgen nach einem Treffen des serbischen Ministerpräsidenten Ivica Dacic mit seinem kosovarischen Kollegen Hashim Thaci in Brüssel.  «Die Ministerpräsidenten haben in einer Reihe offener Fragen Übereinstimmung erzielt, insbesondere in den Bereichen Justiz, Polizei und bevorstehenden Gemeindewahlen», sagte Ashton. Einzelheiten nannte sie nicht.

Voraussetzung für Schritt Richtung EU

Dacic und Thaci waren nach Brüssel gekommen, um über die Umsetzung eines von der EU vermittelten Abkommens zu beraten, mit dem die serbische Minderheit in den fast nur noch von Albanern bewohnten Kosovo-Staat integriert werden soll.

Die Umsetzung des Abkommens ist die Voraussetzung dafür, dass Serbien in der kommenden Woche von den EU-Staats- und Regierungschefs grünes Licht für die so sehr gewünschten EU-Beitrittsverhandlungen erhält. Auch Kosovo soll nur in diesem Fall weiter an die EU heranrücken.