Frankreich gewährt Assange kein Asyl

Frankreich hat ein Asylgesuch von Wikilieaks-Gründer Julian Assange abgelehnt. Derzeit sitzt Assange in der ecuadorianischen Botschaft in London fest.

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Bildlegende: Assange bekommt kein Asyl in Frankreich. Reuters

Der Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian Assange, hat den französischen Präsidenten François Hollande um Aufnahme in Frankreich gebeten.

«Nur Frankreich ist heute in der Lage, mir den nötigen Schutz gegen die politischen Verfolgungen – und nur diese – zu geben, deren Ziel ich bin», schrieb Assange in einem offenen Brief, den die Zeitung «Le Monde» veröffentlichte.

Der Elyséepalast wies das Ansinnen umgehend zurück. «Die Situation von Herrn Assange zeigt keine unmittelbare Gefährdung. Zudem liegt gegen ihn ein europäischer Haftbefehl vor», teilte die Präsidentschaft mit.

Furcht vor Auslieferung

Der 44-jährige Australier sitzt seit drei Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London fest. Dorthin war er geflüchtet, um einer Befragung zu Vorwürfen sexueller Vergehen in Schweden zu entgehen – er befürchtet, von Schweden an die USA ausgeliefert zu werden.

Wikileaks hatte Tausende geheime amerikanische Botschaftsdepeschen veröffentlicht. Aktuell sorgt die Plattform mit Enthüllungen von Abhöraktionen des US-Geheimdienstes NSA gegen französische Präsidenten und deutsche Ministerien erneut für Schlagzeilen.