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International Frankreich hält Wetter für wahrscheinlichste Absturzursache

Paris geht beim jüngsten Flugzeugunglück nicht von einem Abschuss aus. Französische Soldaten sind unterwegs zur Absturzstelle. Der Flugschreiber konnten Helfer bereits bergen.

Legende: Video Absturztrümmer des Air-Algérie-Flugs gefunden abspielen. Laufzeit 00:49 Minuten.
Aus Tagesschau am Vorabend vom 25.07.2014.

Beim Absturz der spanischen Swiftair-Maschine, die für Air Algérie geflogen ist, sind in Mali 118 Menschen ums Leben gekommen. Es gab keine Überlebenden. Dies teilte die Fluggesellschaft Air Algérie unter Berufung auf die Suchmannschaften in Mali mit. Auch Frankreichs Präsident François Hollande bestätigte inzwischen, dass es keine Überlebende gebe.

Nach Angaben der Behörden von Burkina Faso standen auf der Passagierliste 51 Franzosen und vier Deutsche, 27 Bürger von Burkina Faso, acht Libanesen, sechs Algerier, fünf Kanadier, zwei Luxemburger und je eine Person aus Belgien, Kamerun, Ägypten, der Ukraine, Nigeria und Mali. An Bord befand sich auch eine Schweizerin aus der Romandie, wie das Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigte.

Französische Soldaten sollen Absturzstelle sichern

Das Wrack der Maschine ist nach staatlichen französischen Angaben klar identifiziert worden. Die Trümmer befänden sich im Norden Malis in der Region Gossi nahe der Grenze zu Burkina Faso, teilte der Elysée-Palast mit.

Grafische Darstellung der Flugroute und des Absturzortes
Legende: Die Maschine war auf dem Weg von Burkina Faso nach Algerien und stürzte in der Wüste im Norden von Mali ab. SRF

Er bestätigte damit frühere Angaben aus Burkina Faso und kündigte zugleich an, dass französische Soldaten zur Absturzstelle unterwegs seien, um das Gebiet abzusichern und erste Informationen zu sammeln. Der Flugdatenschreiber habe bereits geborgen werden können.

Funkkontakt verloren

Das Flugzeug war in der Nacht zum Donnerstag vom Radarschirm verschwunden. Die Maschine befand sich auf dem Weg von der Hauptstadt Burkina Fasos, Ouagadougou, nach Algier, als rund 50 Minuten nach dem Start der Funkkontakt abriss.

Schlechtes Wetter als Absturzursache

Als Absturzursache vermutet die französische Regierung schlechtes Wetter. Die meteorologischen Bedingungen seien «die wahrscheinlichste Hypothese». Das Wetter in der Region sei zum Zeitpunkt des Absturzes «extrem schlecht» gewesen.

Das abgestürzte zweistrahlige Flugzeug vom Typ McDonnell Douglas MD-83 gehörte der spanischen Chartergesellschaft Swiftair. Die sechs Besatzungsmitglieder stammten laut der spanischen Pilotengewerkschaft Sepla alle aus Spanien.

Tweets zu #airalgerie und #AH5017

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Fritz Ploppi, Zürich
    stimmt das, dass bestimmte Passagierflugzeuge in der Zwischenzeit aus der Ferne gelenkt werden können, quasi wie eine Drohne. Wenn jetzt ein Flugzeug seine geplante Route plötzlich ändert, wird dann automatisch Terroralarm ausgegeben oder per Fernbedienung das Flugzeug zum Absturz gebracht? Nur weil bei der vermissten Malaysian Airlines Maschine hatten die Piloten angeblich gar keinen Zugriff mehr auf die Steuerung, das hat jedenfalls ein malayisches Exregierungsmitglied behauptet.
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    1. Antwort von Eddy Dreier, Burgdorf
      Seit fast 20 Jahren gibt es dieses Extra schon. Man will damit Flugzeugentführungen verhindern können. Der Boardcomputer fliegt praktisch allein. Der Pilot fliegt nur noch mit, damit die Passagiere beruhigt sind. 1990 ist eben vorbei, auch wenn die Flugzeuge noch aussehen wie 1990...
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    2. Antwort von Christina Bernegg, Horw
      Herr Ploppi,an ihrer Vermutung könnte etwas dran sein.Suchen Sie im Internet etwas über HAARP-Wellen.Oder Haarp-elf-Wellen-Bewusstseinsmanipulation. Auch die Chem-Trails sind laut Aussagen von Piloten nicht ungefährlich,da schon einige während eines Fluges gesundheitliche Probleme hatten.
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  • Kommentar von UdoGerschler, Frankenberg
    Seltsam das bei soviel Drohungen der Islamisten an Frankreich keiner nach einer Rakete fragt die von Amerikanern stammen könnte. Es sind ja genug verlustig .
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