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International Frankreich vereitelt Terroranschläge

Seit den Anschlägen auf «Charlie Hebdo» und einen jüdischen Supermarkt im Januar ist der Terror in Frankreich ständiges Thema. Nun soll es neue Terrorpläne gegeben haben – und eine mutmassliche Brandstiftung löst Sorgen um die Sicherheit von Industrieanlagen aus.

Portrait von Francois Hollande.
Legende: Hollande nannte noch keine weiteren Details zu den vereitelten Anschlägen. Diese sollen morgen Donnerstag folgen. Reuters

Die französischen Behörden haben nach Angaben von Präsident François Hollande neue Anschlagspläne vereitelt. «In dieser Woche haben wir auch mögliche Terrorakte verhindert», sagte der Staatschef in Marseille. Details nannte er nicht. Innenminister Bernard Cazeneuve werde am Donnerstag dazu Stellung nehmen.

Das Land war in den vergangenen Monaten mehrfach von Anschlägen erschüttert worden. Andere Terrorpläne konnten vereitelt werden. Im Januar töteten Islamisten bei Anschlägen auf das Satiremagazin «Charlie Hebdo», auf eine Polizistin sowie einen jüdischen Supermarkt in Paris insgesamt 17 Menschen.

Industrieanlagen werden geschützt

Hollande äusserte sich vor Journalisten zur mutmasslichen Brandstiftung in einer Chemiefabrik in Südfrankreich und sprach dann von sich aus über verhinderte Terrorakte. Einen Zusammenhang stellte er nicht her, die Hintergründe sind bislang nach Angaben der Ermittler ungeklärt. Die Regierung stärkte nach den Bränden am Dienstag die Sicherheitsvorkehrungen an Industrieanlagen, die gefährliche Stoffe verarbeiten. «Sie werden alle geschützt», sagte Hollande.

Auf dem Werksgelände in Berre-l'Etang nordwestlich von Marseille hatte es nach zeitgleichen Explosionen an zwei Tanks gebrannt, verletzt wurde niemand. Ermittler fanden mögliche Zündvorrichtungen auf dem Werksgelände. Eine davon sei am Deckel eines dritten Tanks entdeckt worden, der aber kein Feuer fing.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von C. Szabo, Thal
    Glaubt jemand, dass FR wegen Menschenrechten ihre Einsätze in Libyen und Mali ausführten. In Mali sicherte man Uranminen für die französische Wirtschaft, in Libyen wollte man ein Erstarken der AU hintertreiben. Mit Hilfe der IS wird jetzt ein langes Chaos verursacht, was die Macht der AU weiter schwächt und Einsätze von Söldnern des Westens rechtfertigt. Ein ganz hinterlistiges Treiben. Die Mio Vertriebenen verbessern den Effekt des Chaos noch weiter, was nur im Interesse der Konsortien ist.
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  • Kommentar von Anna Meier, Kt. Bern
    Importierte Probleme. Auch die CH ist nicht mehr 100%ig sicher von solchen Freaks, deshalb sollte man dieses Asylunwesen krass verändern, da zumeist nur Wirtschaftsflüchtlinge Asyl beantragen. Interessanter Bericht hierzu in der BZ=> Machen Flüchtlinge Heimatferien? http://www.bernerzeitung.ch/schweiz/standard/Machen-Fluechtlinge-Heimatferien/story/21576764
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    1. Antwort von James Klausner, Interlaken
      Falls dies die aktuelle SVP Wahlkampagne sein soll - schämt euch!
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    2. Antwort von Björn Christen, Bern
      Sie haben Recht - das Asylunwesen muss dringend reformiert werden (dazu muss aber wohl erst unsere Mutter Teresa Sommaruga weg!). Per BEZ: "4'784 anerkannte eritreische Flüchtlinge, 374 weitere vorläufig Aufgenommene und Asylsuchende, 7118 Somalier und 3786 Iraker" haben seit 2011 ein Gesuch auf Ausreisebewilligungen gestellt, um in ihre Heimat zu besuchen. Hier findet also ein MASSIVER Asylmissbrauch statt, denn wirklich Verfolgte gehen nicht einfach mir nichts, dir nicht ein paar Wochen heim.
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