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International Frankreichs Wirtschaftsminister mit Eiern beworfen

Emmanuel Macron hat in Frankreich die Wut von Gewerkschaftern zu spüren bekommen. Der Wirtschaftsminister wurde mit Eiern beworfen. Grund des Unmuts ist die geplante Arbeitsmarktreform. Inzwischen flauen die Streiks aber ab.

Macron inmitter einer Masse von Leuten. Rechts von ihm kommt ein Ei geflogen.
Legende: Macron inmitten einer Masse von Leuten. Von rechts kommt ein Ei geflogen. EVN/IESTCU

Frankreichs Wirtschaftsminister Emmanuel Macron ist von linken Gewerkschaftern mit Eiern beworfen worden. Er hat den Ärger vor allem der Gewerkschaft CGT auf sich gezogen, weil er sich für die Arbeitsmarktreform der Regierung starkmacht. Sie soll den Kündigungsschutz und andere Arbeitnehmerrechte einschränken, um mehr Flexibilität in den Arbeitsmarkt zu bringen und die hohe Arbeitslosigkeit abzubauen.

Macron unter Eier-Beschuss

Nach der Attacke sagte Macron: «Das war zu erwarten, aber es wird nichts an meiner Entschlossenheit ändern». Es gebe keine wirtschaftliche Zukunft für jene, die sich gegen Veränderungen sperrten.

Streiks flauen ab

Die CGT kämpft mit Streiks und Blockaden seit Wochen gegen die Reform der sozialistischen Regierung. Sie legte damit den Bahnverkehr weitgehend lahm und störte mit Blockaden von Ölraffinerien die Spritversorgung. Viele Tankstellen mussten schliessen.

Allerdings scheint der Arbeitskampf an Schwung zu verlieren. Bei der Bahn streiken nur noch etwa 8,5 Prozent der Beschäftigten. Der Bahnverkehr ist allerdings weiterhin eingeschränkt.Auch in der Ölbranche flaut der Arbeitskampf ab. Der Ölkonzern Total erklärte, drei ihrer fünf blockierten Raffinerien in Frankreich würden demnächst ihre Arbeit wieder aufnehmen.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Kurt Lyner (Kurt)
    Grundsatz zu beachten: Dort wo Gewerkschaften die Wirtschaft zu dirigieren und unterdrücken (knebeln) wollen geht es wirtschaftlich nur noch bergab, also schlechter. Die Wirtschaft, das Folk das Land braucht Gewerkschaften, jedoch als vernünftige Partner (gesprächs- und kompromissbereite).
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Die französische Gesellschaft sollte sich in ihrer Gesamtheit an die moderne Zeit anpassen. Will sie weiterhin eine wichtige Rolle in der Welt spielen, müssen sich alle anstrengen. Denn andere Nationen tun genau das.Abgesehen vom Nachbarn DE, dem es ökonomisch recht gut geht, sind vor allem gewisse asiatische Nationen sehr fleissig und innovativ. Und das in verschiedenster Form. Zusammenarbeit innerhalb FR's und seiner vielen sozialen Schichten ist dringend nötig.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Mit solchem Verhalten linksextremer Gewerkschafts-Chaoten, wird Frankreich wirtschaftlich nie effizienter, stabiler und volkswirtschaftlich erfolgreicher! Wann endlich begreifen die Gewerkschaften (ihre "Vorschreier"), dass mit Streiks und Arbeitsverweigerung die bisherigen hemmenden, arbeitsrelevanten (zu bequemen) "Hängematten" nicht länger aufgespannt werden können!
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