Fukushima: Erhöhte Strontiumwerte im Grundwasser

Im Grundwasser bei der japanischen Atomruine Fukushima ist erhöhte Radioaktivität gemessen worden. Verantwortlich für die Strahlung ist ein Stoff, der für Menschen gefährliche Auswirkungen haben kann.

Das Atomkraftwerk Fukushima aus der Vogelperspektive. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In Fukushima Daiichi im Nordosten Japans ist auch zwei Jahre nach der Katastroph nichts im Lot. Keystone

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Strontium

Strontium 90 entsteht als Nebenprodukt einer Kernspaltung von Uran in Atomreaktoren. Wenn der Stoff in den menschlichen Körper gelangt, können dadurch Zellen in Knochen verändert werden. Knochentumore und Leukämie können die Folge sein.

Beim havarierten Kraftwerk Fukushima Daiichi wurden erhöhte Werte des Isotops Strontium 90 gemessen. Der Stoff wurde im Grundwasser nahe dem Turbinengebäude von Reaktor 2 gefunden. Die neusten Untersuchungen ergaben, dass der Wert des Stoffes Strontium 90 seit Dezember 2012 um das 100-Fache gestiegen ist.

Immer wieder Probleme

Ausgelöst durch ein schweres Erdbeben, zerstörte ein Tsunami im März 2011 Teile des Atomkraftwerks Fukushima Daiich. In drei Reaktoren kam es zu einer Kernschmelze. Seither kommt während den Aufräumarbeiten immer wieder zu Pannen.

Die Atomkatastrophe in Fukushima war die grösste ihrer Art seit der Explosion eines Reaktors in Tschernobyl im Jahre 1986.