Fukushima: Radioaktives Wasser sickert in den Boden

Die Zwischenfälle mit radioaktivem Material im japanischen Atomkraftwerk Fukushima reissen nicht ab: Laut dem Betreiber Tepco ist tonnenweise radioaktiv verseuchtes Wasser ausgelaufen.

AKW Fukushima Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Schlechte Nachrichten ohne Ende: Im havarierten AKW Fukushima wurden erneut radioaktive Lecks entdeckt. Reuters

Nicht nur aus einem Tank, wie am Samstag bereits berichtet – auch aus einem zweiten Behälter des Atomkraftwerks Fukushima sickert radioaktives Wasser in den Boden.

Aus einem unterirdischen Sammelbehälter sei möglicherweise radioaktiv verseuchtes Wasser ausgetreten und in den Boden eingedrungen, gab die Betreiberfirma Tepco bekannt. Es seien radioaktive Werte gemessen worden.

Es sei somit zu befürchten, dass eine geringe Menge Wasser aus dem Behälter ausgetreten sei, obwohl in dem Tank selbst kein niedrigerer Wasserpegel festgestellt worden sei, teilte Tepco mit.

In den vergangenen Wochen hatten sich Pannen in der nach dem verheerenden Erdbeben und anschliessendem Tsunami im März 2011 beschädigten Atomanlage gehäuft.

13 Millionen Liter zum Abpumpen

Erst in der Nacht zum Samstag waren nach Tepco-Angaben womöglich bis zu 120 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser aus einem anderen unterirdischen Tank ausgetreten. Die Ursache des Lecks für Kühlwasser ist noch nicht bekannt.

In den kommenden zwei Wochen sollen die verbliebenen 13 Millionen Liter Wasser in andere Behälter gepumpt werden.

Video «Jahrestag in Japan» abspielen

Jahrestag in Japan

2:13 min, aus Tagesschau vom 11.3.2013