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International Geht ins Portemonnaie: Fluchen in Russland

Russland verbietet Schimpfwörter in den Medien, in der Kunst und in Filmen. Wer sich nicht daran hält, muss mit happigen Geldbussen rechnen.

Wer Schimpfwörter in Medien, Filmen, Kunst und der Literatur in Russland öffentlich verbreitet, dem kann es an den Kragen gehen – und ans Portemonnaie. Für die Verbreitung derber Flüche sollen demnach bis zu 50'000 Rubel (rund 1300 Franken) fällig werden. Im Wiederholungsfall droht sogar ein vorübergehendes Berufsverbot.

Fluchwörter werden überprüft

Das Parlament in Moskau stimmte am Mittwoch in dritter und entscheidender Lesung für das umstrittene Gesetz, wie die Staatsagentur Ria Nowosti meldete. Demnach müssen zudem CDs und DVDs mit Warnhinweisen wie in den USA versehen werden. Die betroffenen Schimpfwörter sollen durch eine «unabhängige Prüfung» festgelegt werden. In der russischen Umgangssprache sind «Mutterflüche» (Mat) vor allem unter Männern weit verbreitet.

Kulturminister Wladimir Medinski hatte sich zuvor für das Gesetz ausgesprochen, dem noch der Föderationsrat als zweite Parlamentskammer und Präsident Wladimir Putin zustimmen müssen.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Marianne Roe, Gwatt
    Das finde ich gar nicht so schlecht. Bei uns wird so viel geflucht und das wird immer schlimmer. Väter und Mütter fluchen unverholen zu Hause vor ihren Kindern, diese fluchen noch mehr, da man die Alten ja übertrumpfen will. Es sollte bei uns auch wieder der Respekt und die Freundlichkeit gelehrt werden. Bei mir hört vor allem das Bedauern für Arme auf, wenn arm auch noch schmutzig und frech + gemein ist. Jetzt hat man wenigstens eine Kampagne gestartet gegen "Hässlich". Hoffentlich mit Erfolg.
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Oh verr….. Pardon!
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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Die Russen haben nicht mehr alle Latten am Zaun. Soooo viele Probleme, aber wichtig ist erstmal, dass das Fluchen verboten wird.
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    1. Antwort von H.P. Auer, RF-620100 Ekaterinburg
      Wie Recht Sie doch haben und es existieren noch einige andere so "ulkige" Vorschläge Seitens der Duma. Doch man muss dies richtig verstehen, denn im Volk wir hiermit klar gemacht, dass man sich AUCH um innerpolitische Probleme kümmert, doch was kümmert das Volk so ein Erlass mit welchem der bspw. stark ansteigende Inflation, oder Rubelabwertung entgegengewirkt werden könnte!
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