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Prozess gegen Autorin Gericht entlässt Asli Erdogan aus Untersuchungshaft

Die türkische Schriftstellerin Asli Erdogan ist wieder auf freiem Fuss. Sie darf die Türkei aber nicht verlassen.

Legende: Audio «Das ist ein Prozess gegen demokratische Strukturen» abspielen. Laufzeit 7:34 Minuten.
7:34 min, aus Echo der Zeit vom 29.12.2016.
  • Der Prozess gegen die türkische Autorin Asli Erdogan hat begonnen. Auf Anordnung des Gerichts wurde sie aus der Untersuchungshaft entlassen. Gegen sie wurde aber eine Ausreisesperre verhängt.
  • Auch die mitangeklagte Übersetzerin und Linguistin Necmiye Alpay konnte das Gefängnis verlassen.
  • Ein weiterer Angeklagter bleibt in Haft.
  • Den insgesamt neun Angeklagten wird unter anderem Mitgliedschaft in der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK vorgeworfen. Sie arbeiteten bei der prokurdischen Zeitung «Özgür Gündem».
  • Nach den geltenden Notstandsdekreten kann Festgenommenen fünf Tage lang der Kontakt zum Anwalt untersagt werden. Sie können bis zu 30 Tage lang festgehalten werden, bevor sie einem Haftrichter vorgeführt werden müssen.
  • Die türkischen Behörden gehen seit dem Putschversuch verstärkt gegen Regierungskritiker vor.
  • Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hatte die türkische Justiz vor Prozessauftakt scharf kritisiert und den Behörden «Missbrauch des Strafrechts auf Kosten der freien Meinungsäusserung» vorgeworfen.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Angela Keller (kira)
    Es ist beschämend, wie die Türkei sich verhält über Meinungsäusserung ihrer Landsleute. Wenn Menschen verurteilt werden, weil sie ihre Meinung gegen Erdogan äussern, dann müsste er für seine hasserfüllten Aussagen genauso verurteilt werden. Erdogan betreibt eine aggressive Diktatur unter dem Schleier der Demokratie. Was wird mit allen Inhaftierten Menschen geschehen? Wie können sie für Ihre Anghörigen sorgen? Keinen Job mehr, kein Auskommen. Wo steuert die Türkeit hin?
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