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International Gewalt und Chaos herrschen im Irak

In der irakischen Unruheprovinz Al-Anbar wird die Lage immer unübersichtlicher. Bewaffnete Aufständische liefern sich bei Falludscha heftige Gefechte mit der Armee. Bei einem Selbstmordanschlag sind mindestens 13 Menschen getötet worden.

Der Attentäter sprengte sein mit Sprengstoff beladenes Auto in der Stadt Balad Rus in die Luft, wie die Behörden mitteilten. Rund 25 weitere Menschen seien verletzt worden. Wer hinter der Tat steht, war zunächst nicht bekannt.

Im Irak verstärkten zuletzt sunnitische Aufständische mit Verbindungen zur Al-Kaida ihre Angriffe. Sie attackieren Zivilisten, Sicherheitskräfte und mutmassliche Unterstützer der von Schiiten geführten Regierung.

Islamistische Rebellen erobern Stadtteile

In Ramadi und Falludscha haben islamistische Rebellen die Kontrolle über Teile der Städte übernommen. Das meldeten verschiedene westliche Nachrichtenagenturen.

Dutzende Lastwagen mit schwer bewaffneten Männern würden durch die Strassen im Osten Ramadis fahren. Über Lautsprecher würden Lieder gespielt, in denen die Extremistengruppe Islamischer Staat im Irak und der Levante (ISIL) verherrlicht werde.

Laut einem Vertreter der Sicherheitskräfte brachten die Kämpfer der mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbündeten Gruppe auch die Hälfte von Falludscha unter ihre Kontrolle. Die andere Hälfte werde von bewaffneten Stammesangehörigen kontrolliert.

Am Mittwoch hatten Aufständische in Falludscha vier Polizeiwachen in Brand gesetzt und hunderte Häftlinge befreit. Auch zwei Militärfahrzeuge wurden in Brand gesetzt und Waffen gestohlen.

Viele Abgeordnete legten Mandat nieder

In Ramadi hatte die Polizei am Montag ein Protestlager sunnitischer Regierungsgegner geräumt. Bei anschliessenden Zusammenstössen zwischen Sicherheitskräften und Bewaffneten wurden mindestens 14 Menschen getötet.

Die Unruhen in der vorwiegend von Sunniten bewohnten westlichen Provinz hatten am vergangenen Samstag nach der Festnahme des sunnitischen Abgeordneten Ahmed al-Alwani begonnen. Später legten aus Solidarität mit Al-Alwani und aus Protest gegen das brutale Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen Demonstranten in der Provinz Al-Anbar mehr als 40 Abgeordnete ihr Mandat nieder.

Viele irakische Sunniten werfen dem schiitischen Regierungschef Nuri al-Maliki vor, er diskriminiere Sunniten. Die schiitischen Muslime sind die grösste Religionsgemeinschaft im Irak.

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