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International Gewalttätige Proteste gegen Sparpolitik in Italien

In Italien haben Tausende ihrem Ärger über die sozialen Missstände und den Sparkurs der Regierung Letta Luft gemacht. Die Stimmung war teilweise aggressiv. Politiker sind beunruhigt.

Legende: Video Heikle Situation in Turin: Polizisten schlagen Demonstranten abspielen. Laufzeit 00:47 Minuten.
Aus News-Clip vom 15.12.2013.

Bei Protesten gegen die Sparpolitik der italienischen Regierung ist es in Rom, Turin und Venedig zu Ausschreitungen gekommen.

In Turin zündeten Wütende vor einem Regierungsgebäude Rauchbomben und hüllten das Areal in rote Farbwolken. Die Polizei ging mit Schlagstöcken gegen sie vor.

In Venedig musste die Polizei Gruppen der extremen Linken und Rechtsradikale trennen. Eine Brücke über dem Canale Grande wurde deshalb gesperrt. Auch in Venedig wurden Rauchbomben gezündet. Die Polizei konterte mit Tränengas.

In Rom attackierten Neofaschisten die Büros der EU-Kommission. Sie rissen die EU-Flagge aus der Halterung. Ein Angreifer wurde festgenommen, zehn weitere angezeigt.

Auch in Turin und Venedig gab es mehrere vorübergehende Festnahmen, einige Polizisten und Demonstranten wurden leicht verletzt.

Politiker machen sich Sorgen

Flavio Zanonato, Minister für wirtschaftliche Entwicklung, zeigte sich beunruhigt. Die Lage sei Ausdruck für das grosse soziale Missbehagen, sagte er. Die Regierung müsse sich beeilen, das Land wieder nach vorn zu bringen.

Auch Parlamentspräsidentin Laura Boldrini warnte davor, «Öl ins Feuer» der Proteste zu giessen.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Miriam Zerla, Wohlen
    wieso berichten sie eigentlich NUR über diese wenigen gewalttätigen proteste und wieso berichten sie mit KEINEM EINZIGEN wort über die vielen friedlichen proteste di zur zeit in italien stattfinden?
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  • Kommentar von Edi Leu, Kreuzlingen
    Die Italiener sind doch selber schuld - sie haben über viele Jahre - wenn nicht Jahrzehnte ihren Multimillardär und "Liebling" B - wie Berlusconi gewählt! Und in der Schweiz ist es nicht viel anders - wir haben auch einen "Liebling" dessen Name mit dem Buchstaben "B" anfängt - und der ebenfalls Multimillardär ist! Vor deren "Villen" muss demonstriert werden!
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    1. Antwort von Miriam Zuin, Wohlen
      haben sie eigentlich eine ahnung, was genau politisch in italien abgeht?
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  • Kommentar von Martin Marz, Monterotondo Mmo Italien
    Die alte Elite hat nur unnuetze Posten fuer ihr Freunde geschaffen,sogenannte Lohnempfaenger (Seggiolini).Ob links oder rechts, alle haben zu viele solcher geschaffen und mit der osterweiterung der EU und der Kriese sied diese nicht mehr Finanzierbar. Es braucht einen frischen unabhaengigen Kopf mit guten Ideen. Die Leute in meiner Umgebung sind alle frustriert und die ausgebildeten Jungen ziehen ins Ausland. Schade fuer ein Agrar- und Tourismusland das zu einem Industrieland mutierte.
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